[23] Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

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Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

31.12.2015

 

31.12.2014

Rückstellungen für Pensionen

 

1.056

 

1.247

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen

 

12

 

18

Rückstellungen insgesamt

 

1.068

 

1.265

Vermögenswerte aus Pensionen

 

118

 

171

Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Linde Group sowie deren Hinterbliebene nach IAS 19 Employee Benefits gebildet.

Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen beinhalten Überbrückungsgeldzahlungen in Deutschland sowie sonstige Verpflichtungen.

Für die betriebliche Altersversorgung kann grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen differenziert werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen Rückstellungssystemen und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wesentlichen leistungsorientierten Pensionspläne der Linde Group sind im Folgenden beschrieben:

Die zugesagten Leistungen in Deutschland umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren grundsätzlich auf einer beitragsorientierten Versorgungsregelung, wobei für Dienstzeiten vor dem 1. Januar 2002 Besitzstände aus früheren, endgehaltsbezogenen Versorgungsregelungen zu berücksichtigen sind. Zusätzlich bestehen Direktzusagen durch Entgeltumwandlung in Form eines Cash Balance Plan. Die Versorgungsleistungen ergeben sich hierbei auf Basis einer Zinsgarantie sowie der Performance der korrespondierenden Kapitalanlage. Es bestehen keine Mindestfinanzierungspflichten. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind teilweise über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) ausfinanziert.

Die in UK bis zum 1. Juli 2003 zugesagten Leistungen sind dienstzeitabhängig und entgeltbezogen und umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.

Mit Wirkung zum 1. April 2011 wurden künftige inflationsabhängige Rentenerhöhungen und die Steigerungen der pensionsfähigen Bezüge der Höhe nach begrenzt.

Es bestehen gesetzliche, regulatorische und vertragliche Mindestfinanzierungspflichten. Die Pensionsverpflichtungen in UK sind zu einem hohen Grad ausfinanziert. Die leistungsorientierten Pensionspläne sind für Neuzugänge ab 1. Juli 2003 geschlossen.

Die in den USA zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die Verpflichtungen basieren auf dienstzeitabhängigen und gehaltsabhängigen Versorgungsregelungen, die im Wesentlichen als Cash Balance Plan ausgestaltet sind. Die Planteilnehmer haben ein Wahlrecht auf Einmalzahlung oder jährliche Rentenzahlungen. Es bestehen gesetzliche und regulatorische Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Die Pensionsverpflichtungen in den USA sind derzeit vollständig ausfinanziert.

Die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (versicherungsmathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche bzw. „Defined Benefit Obligation“, DBO) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung und Invalidisierung die folgenden Prämissen eine Rolle, die von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängen, wobei für das Ausland verpflichtungsgewichtete Durchschnitte angegeben sind:

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Prämissen zur Berechnung der Pensionsrückstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

in Prozent

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

Abzinsungsfaktor

 

2,50

 

2,20

 

3,90

 

3,60

 

1,64

 

1,95

 

3,60

 

3,50

 

4,05

 

4,72

Anwartschaftsdynamik

 

2,50

 

2,25

 

2,50

 

2,50

 

1,84

 

2,63

 

 

 

3,98

 

4,05

Rentendynamik

 

1,63

 

1,64

 

3,28

 

3,19

 

1,05

 

1,34

 

1,96

 

1,95

 

1,41

 

1,72

Die Anwartschaftsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse zeigt auf, wie sich der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung veränderte, wenn jeweils eine versicherungsmathematische Annahme (unter Beibehaltung der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen) geändert würde. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden nicht berücksichtigt.

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Sensitivitätsanalyse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verände-rung

 

Deutsch­land

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

 

 

31.12.2015

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

31.12.2014

Diskontierungszins

 

+50 bp

 

−111

 

−111

 

−349

 

−336

 

−35

 

−60

 

−29

 

−25

 

−11

 

−15

 

−535

 

−547

 

–50 bp

 

125

 

128

 

383

 

385

 

39

 

71

 

30

 

27

 

16

 

17

 

593

 

628

Anwartschaftsdynamik

 

+50 bp

 

10

 

12

 

 

 

9

 

17

 

2

 

2

 

4

 

8

 

25

 

39

 

–50 bp

 

−11

 

−13

 

 

 

−8

 

−15

 

−2

 

−2

 

−7

 

−6

 

−28

 

−36

Rentendynamik

 

+50 bp

 

68

 

74

 

307

 

316

 

17

 

61

 

 

 

3

 

4

 

395

 

455

 

–50 bp

 

−62

 

−64

 

−284

 

−281

 

−27

 

−54

 

 

 

−3

 

−3

 

−376

 

−402

Eine Veränderung der Restlebenserwartung um +1 Jahr würde bei den Pensionsplänen in Deutschland zu einem Anstieg der DBO um 5,1 Prozent führen. Die Sensitivitätsanalyse der Lebenserwartung in Deutschland basiert auf dem Pensionsbestand zum 31. Dezember 2012. Die zugrunde liegenden Annahmen haben sich zum Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.

Eine Veränderung der Restlebenserwartung um +1 Jahr würde bei den Pensionsplänen in UK zu einem Anstieg der DBO um 3,0 Prozent (Vj. : 3,0 Prozent) führen. Auf eine Sensitivitätsanalyse der Restlebenserwartung für die Pensionspläne in den USA wird verzichtet, da die Planteilnehmer in der Regel vom Wahlrecht der Einmalauszahlung Gebrauch machen.

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten „Richttafeln 2005 G“ (Generationstafeln) zugrunde gelegt. Die Pensionspläne in UK verwenden eigene Sterbetafeln und biometrische Grundlagen. Diese werden aus der tatsächlichen Erfahrung eines Pools vergleichbarer Pensionspläne ermittelt. Die zum Bilanzstichtag für die Pensionspläne in UK zugrunde gelegte durchschnittliche Restlebenserwartung beträgt bei einem 65-jährigen Pensionär 22,0 Jahre (Vj. : 22,0 Jahre), bei einer 65-jährigen Pensionärin 23,5 Jahre (Vj. : 23,5 Jahre); die künftige durchschnittliche Restlebenserwartung im Pensionsalter von 65 Jahren beträgt bei heute 45-jährigen aktiven Männern 23,8 Jahre (Vj. : 23,8 Jahre) und bei heute 45-jährigen aktiven Frauen 26,1 Jahre (Vj. : 26,0 Jahre).

Überleitung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen („Defined Benefit Obligation“) und des Planvermögens:

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Überleitung der DBO und des Planvermögens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obligation

 

Plan­ver­mögen

Stand 01.01.2014

 

1.139

 

−423

 

3.291

 

−3.342

 

702

 

−526

 

450

 

−512

 

259

 

−270

 

5.841

 

−5.073

Dienstzeitaufwand

 

24

 

 

36

 

 

20

 

 

17

 

 

10

 

 

107

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

24

 

 

36

 

 

20

 

 

16

 

 

11

 

 

107

 

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

 

 

 

 

1

 

 

−1

 

 

 

Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (–)

 

42

 

−23

 

156

 

−159

 

23

 

−18

 

19

 

−21

 

14

 

−16

 

254

 

−237

Neubewertungen

 

269

 

−33

 

380

 

−160

 

177

 

−48

 

13

 

24

 

26

 

−7

 

865

 

−224

Erträge (–)/Aufwendungen (+) aus dem Planvermögen (ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge)

 

 

−33

 

 

−160

 

 

−48

 

 

24

 

 

−7

 

 

−224

Versicherungs­mathematische Gewinne (–) bzw. Verluste (+)

 

269

 

 

380

 

 

177

 

 

13

 

 

26

 

 

865

 

Effekte aus Änderungen der demografischen Annahmen

 

 

 

−83

 

 

1

 

 

12

 

 

 

 

−70

 

Effekte aus Änderungen der finanziellen Annahmen

 

266

 

 

474

 

 

 

185

 

 

16

 

 

17

 

 

958

 

Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen

 

3

 

 

−11

 

 

−9

 

 

−15

 

 

9

 

 

−23

 

Arbeitgeberbeiträge

 

 

−302

 

 

−62

 

 

−19

 

 

−1

 

 

−7

 

 

−391

Arbeitnehmerbeiträge

 

9

 

−9

 

1

 

−1

 

5

 

−5

 

 

 

1

 

−1

 

16

 

−16

Gezahlte Versorgungsleistungen

 

−50

 

1

 

−123

 

123

 

−27

 

20

 

−26

 

23

 

−26

 

23

 

−252

 

190

Zahlungen für Abgeltungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

 

 

 

243

 

−239

 

−8

 

 

63

 

−66

 

14

 

−13

 

312

 

−318

Veränderungen Konsolidierungskreis/ sonstige Veränderungen

 

−1

 

1

 

 

2

 

2

 

−2

 

 

 

 

 

1

 

1

Stand 31.12.2014/01.01.2015

 

1.432

 

−788

 

3.984

 

−3.838

 

894

 

−598

 

536

 

−553

 

298

 

−291

 

7.144

 

−6.068

Dienstzeitaufwand

 

42

 

 

52

 

 

−37

 

 

19

 

 

10

 

 

86

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

42

 

 

52

 

 

21

 

 

19

 

 

11

 

 

145

 

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

 

 

−4

 

 

 

 

 

 

−4

 

Effekte aus Plankürzungen

 

 

 

 

 

−24

 

 

 

 

−1

 

 

−25

 

Effekte aus Planabgeltungen

 

 

 

 

 

−30

 

 

 

 

 

 

−30

 

Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (–)

 

31

 

−17

 

152

 

−147

 

14

 

−7

 

20

 

−21

 

13

 

−14

 

230

 

−206

Neubewertungen

 

−75

 

11

 

−234

 

167

 

5

 

−25

 

−2

 

41

 

−2

 

2

 

−308

 

196

Erträge (–)/Aufwendungen (+) aus dem Planvermögen (ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge)

 

 

11

 

 

167

 

 

−25

 

 

41

 

 

2

 

 

 

196

Versicherungs­mathematische Gewinne (–) bzw. Verluste (+)

 

−75

 

 

−234

 

 

5

 

 

−2

 

 

−2

 

 

−308

 

Effekte aus Änderungen der demografischen Annahmen

 

 

 

 

 

−14

 

 

−4

 

 

 

 

−18

 

Effekte aus Änderungen der finanziellen Annahmen

 

−70

 

 

−165

 

 

24

 

 

−1

 

 

1

 

 

−211

 

Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen

 

−5

 

 

−69

 

 

−5

 

 

3

 

 

−3

 

 

−79

 

Arbeitgeberbeiträge

 

 

−2

 

 

−76

 

 

−13

 

 

 

 

−9

 

 

−100

Arbeitnehmerbeiträge

 

13

 

−13

 

1

 

−1

 

3

 

−3

 

 

 

1

 

−1

 

18

 

−18

Gezahlte Versorgungsleistungen

 

−52

 

2

 

−143

 

143

 

−22

 

15

 

−36

 

33

 

−41

 

36

 

−294

 

229

Zahlungen für Abgeltungen

 

 

 

 

 

−290

 

290

 

 

 

 

 

−290

 

290

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

 

 

 

218

 

−208

 

20

 

−14

 

60

 

−62

 

−11

 

15

 

287

 

−269

Veränderungen Konsolidierungskreis/ sonstige Veränderungen

 

 

 

 

3

 

3

 

2

 

 

 

2

 

1

 

5

 

6

Stand 31.12.2015

 

1.391

 

−807

 

4.030

 

−3.957

 

590

 

−353

 

597

 

−562

 

270

 

−261

 

6.878

 

−5.940

Im Berichtsjahr führte in den Niederlanden eine Umgestaltung der leistungsorientierten Pensionspläne zu einer Übertragung eines Großteils der Pensionspläne auf einen Pensionsfonds. Daraus resultierte ein positiver Effekt im operativen Ergebnis in Höhe von insgesamt 42 Mio. EUR. Der positive Effekt beinhaltete einen Ertrag aus einer Plankürzung in Höhe von 22 Mio. EUR, einen Ertrag aus einer Planabgeltung in Höhe von 30 Mio. EUR sowie einen Aufwand in Höhe von 10 Mio. EUR, der jedoch nicht im Pensionsaufwand enthalten ist.

Im Vorjahr erfolgte für die deutschen leistungsorientierten Pensionspläne eine Ausfinanzierung in Höhe von 300 Mio. EUR in das bestehende Contractual Trust Arrangement (CTA). Die Dotierung wurde durch die Aufnahme einer Anleihe in gleicher Höhe finanziert. Der Anstieg des Planvermögens führte zu einer Reduzierung des Nettozinsaufwands aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Deutschland.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen der externen Versorgungsträger betrugen im Geschäftsjahr 10 Mio. EUR (Vj. 461 Mio. EUR). Sie waren somit niedriger als die Zinserträge aus dem Planvermögen in Höhe von 206 Mio. EUR (Vj. 237 Mio. EUR), berechnet mit dem korrespondierenden DBO-Zinssatz.

Die Arbeitgeberbeiträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 100 Mio. EUR (Vj. 391 Mio. EUR). Die Arbeitgeberbeiträge des Vorjahres enthalten die Ausfinanzierung der deutschen leistungsorientierten Pensionspläne im Rahmen des bestehenden Contractual Trust Arrangement (CTA) in Höhe von 300 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2016 werden Zahlungen von Arbeitgeberbeiträgen zugunsten von Planvermögen bei externen Versorgungsträgern in Höhe von 99 Mio. EUR erwartet. Darin enthalten sind 30 Mio. EUR (2015: 30 Mio. EUR) Sonderzahlungen in UK zur mittelfristigen Schließung einer weiterhin bestehenden Deckungslücke der dortigen Pensionspläne nach lokalen Bewertungsregeln. Der entsprechende Dotierungsplan läuft noch bis März 2017 oder endet vorzeitig, sollte die Deckungslücke geschlossen sein.

Der Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche und der Nettozinsaufwand des jeweiligen Geschäftsjahres werden in jedem Geschäftsjahr auf Basis der Vorjahresnettoverpflichtung zum jeweiligen Bewertungsstichtag ermittelt.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in der Linde Group beträgt zum 31. Dezember 2015 16,8 Jahre (Vj. 16,4 Jahre).

In der Berichtsperiode wurden folgende Posten aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in der GuV erfasst:

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Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

Dienstzeitaufwand

 

42

 

24

 

52

 

36

 

−37

 

20

 

19

 

17

 

10

 

10

 

86

 

107

Laufender Dienstzeitaufwand

 

42

 

24

 

52

 

36

 

21

 

20

 

19

 

16

 

11

 

11

 

145

 

107

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

 

 

−4

 

 

 

1

 

 

−1

 

−4

 

Gewinne (–) / Verluste (+) aus Plankürzungen

 

 

 

 

 

−24

 

 

 

 

−1

 

 

−25

 

Gewinne (–)/Verluste (+) aus Planabgeltungen

 

 

 

 

 

−30

 

 

 

 

 

 

−30

 

Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (–)

 

14

 

19

 

5

 

−3

 

7

 

5

 

−1

 

−2

 

−1

 

−2

 

24

 

17

Zinsaufwand aus DBO

 

31

 

42

 

152

 

156

 

14

 

23

 

20

 

19

 

13

 

14

 

230

 

254

Zinsertrag aus Planvermögen

 

−17

 

−23

 

−147

 

−159

 

−7

 

−18

 

−21

 

−21

 

−14

 

−16

 

−206

 

−237

Sonstige ergebniswirksame Effekte

 

 

 

3

 

2

 

 

 

 

 

1

 

1

 

4

 

3

Summe Nettopensionsaufwand

 

56

 

43

 

60

 

35

 

−30

 

25

 

18

 

15

 

10

 

9

 

114

 

127

Zur externen Finanzierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden von der Linde Group international übliche Modelle zur Auslagerung von Pensionsvermögen eingesetzt (beispielsweise Pensionsfonds und Contractual Trust Arrangements). Über externe Versorgungsträger finanzierte Versorgungspläne bestehen im Wesentlichen in Australien, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Irland, Kanada, Neuseeland, den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz, Spanien, Südafrika und den USA.

Linde ist in einigen Ländern aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Vereinbarungen zur Einzahlung in Planvermögen verpflichtet. Diese Erhöhungen des Planvermögens können jedoch in bestimmten Ländern nicht zu dem Ansatz eines Vermögenswertes aufgrund der Vorschriften des IAS 19.64 („asset ceiling“) führen (IFRIC 14). Im Berichtszeitraum lag kein „asset ceiling“ vor.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen:

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Finanzierungsstatus der Defined Benefit Obligation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

Versicherungsmathematischer Barwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation)

 

1.391

 

1.432

 

4.030

 

3.984

 

590

 

894

 

597

 

536

 

270

 

298

 

6.878

 

7.144

davon rückstellungsfinanzierte Versorgungsansprüche

 

60

 

64

 

 

 

156

 

164

 

80

 

73

 

39

 

39

 

335

 

340

davon extern finanzierte Versorgungsansprüche

 

1.331

 

1.368

 

4.030

 

3.984

 

434

 

730

 

517

 

463

 

231

 

259

 

6.543

 

6.804

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

 

−807

 

−788

 

−3.957

 

−3.838

 

−353

 

−598

 

−562

 

−553

 

−261

 

−291

 

−5.940

 

−6.068

Nettoverpflichtung

 

584

 

644

 

73

 

146

 

237

 

296

 

35

 

−17

 

9

 

7

 

938

 

1.076

Kumulierter Effekt aus „asset ceiling“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanzwert zum 31.12.

 

584

 

644

 

73

 

146

 

237

 

296

 

35

 

−17

 

9

 

7

 

938

 

1.076

davon Pensionsrückstellung (+)

 

584

 

644

 

97

 

173

 

237

 

296

 

83

 

74

 

55

 

60

 

1.056

 

1.247

davon Vermögenswert (–)

 

 

 

−24

 

−27

 

 

 

−48

 

−91

 

−46

 

−53

 

−118

 

−171

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist die Linde Group verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken ist die Linde Group Währungsrisiken sowie dem Anlagerisiko aus Planvermögen ausgesetzt. Siehe Chancen- und Risikobericht.

Im Zeitablauf können Planvermögen und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen schwanken. Um solche Schwankungen auszugleichen, werden im Rahmen der Vermögensverwaltung des Planvermögens die möglichen Schwankungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen mitberücksichtigt. Im Idealfall verhalten sich das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen bei exogenen Einflussfaktoren gleichläufig, so dass ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht (sogenanntes Liability Driven Investment). Des Weiteren führt die breit angelegte Portfoliostruktur des Planvermögens in der Linde Group zu einer Diversifizierung der Kapitalmarktrisiken.

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Portfoliostruktur des Pensionsvermögens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

2014

 

2015

 

in %

 

2014

 

in %

Aktien

 

212

 

224

 

732

 

690

 

95

 

149

 

121

 

140

 

79

 

104

 

1.239

 

20,9

 

1.307

 

21,5

Festverzinsliche Wertpapiere

 

363

 

423

 

2.404

 

2.493

 

109

 

319

 

364

 

356

 

111

 

108

 

3.351

 

56,4

 

3.699

 

61,0

Immobilien

 

46

 

38

 

126

 

140

 

42

 

40

 

 

 

11

 

15

 

225

 

3,8

 

233

 

3,8

Versicherungen

 

 

 

 

 

51

 

52

 

 

 

17

 

16

 

68

 

1,1

 

68

 

1,1

Sonstiges

 

186

 

103

 

695

 

515

 

56

 

38

 

77

 

57

 

43

 

48

 

1.057

 

17,8

 

761

 

12,6

Gesamt

 

807

 

788

 

3.957

 

3.838

 

353

 

598

 

562

 

553

 

261

 

291

 

5.940

 

100,0

 

6.068

 

100,0

Das Planvermögen setzt sich im Wesentlichen aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Für Immobilien und Versicherungen liegen keine notierten Marktpreise an einem aktiven Markt vor.

Finanzinstrumente, die von Gesellschaften der Linde Group emittiert wurden, sind im Planvermögen nicht in wesentlichem Umfang enthalten. Von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien sind nicht enthalten.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 221 Mio. EUR (Vj. 186 Mio. EUR). Davon entfielen auf Beiträge an staatliche Versorgungseinrichtungen im Berichtsjahr 110 Mio. EUR (Vj. 90 Mio. EUR).