Arbeitsstandards und Menschenrechte

Linde bekennt sich zu den Prinzipien der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen. Zudem strebt das Unternehmen an, dass die Arbeitsbedingungen im Konzern weltweit im Einklang mit den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie mit weiteren internationalen Verpflichtungen und Industriestandards stehen. Regelmäßig überprüft Linde in allen Regionen, ob Prozesse eingerichtet wurden, die sicherstellen, dass Arbeitsstandards eingehalten werden. In zentralen Richtlinien des Unternehmens werden Menschenrechte berücksichtigt. Dazu gehören der Verhaltenskodex, Einkaufsrichtlinien und -verträge, die Integrity Line Policy und das Konzernrisikomanagement. In einer im Jahr 2014 verabschiedeten Erklärung zu Menschenrechten beschreibt Linde Prozesse, die diese Verpflichtung unterstützen.

In den vergangenen drei Jahren wurden an Standorten des Unternehmens über 200 Audits durchgeführt, die soziale Aspekte berücksichtigen. Dazu gehören das Vermeiden von Kinderarbeit sowie sichere und faire Arbeitsbedingungen. Um mögliche Schwachstellen zu erkennen, wertet Linde außerdem Hinweise aus der Integrity Line aus. Dort können Mitarbeiter und externe Stakeholder Verstöße gegen die Selbstverpflichtung des Unternehmens melden. Rund 26 Prozent der Hinweise, die im Jahr 2015 eingingen, bezogen sich auf Personalthemen. In verschiedenen Regionen führte Linde im Berichtsjahr Maßnahmen für die Sensibilisierung von Mitarbeitern durch. So nahmen beispielsweise an Schulungen zum Thema Belästigung am Arbeitsplatz in Indien mehr als 650 Mitarbeiter teil.