Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Der Schutz der Mitarbeiter ist ein zentrales Ziel des weltweiten Sicherheitsmanagements von Linde. Linde hat daher globale Richtlinien für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz festgelegt. Durch Risikobewertungen und Audits überprüft Linde die Voraussetzungen für sicheres Arbeiten. Im Jahr 2015 wurden 52,6 Prozent der Betriebsstandorte hierzu auditiert (Vj. 57,4 Prozent).

Linde hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro Million geleisteter Arbeitsstunden von Mitarbeitern bis zum Jahr 2020 kontinuierlich zu reduzieren. Das Vergleichsjahr ist 2012. Im Berichtsjahr ereigneten sich an Linde Standorten weltweit 2,7 Arbeitsunfälle pro 1 Million Arbeitsstunden (Vj. 2,4). Bei Kontraktoren betrug diese Quote im gleichen Zeitraum 2,2 (Vj. 1,8). Zum größten Bedauern des Unternehmens verloren im Jahr 2015 zwei Mitarbeiter während ihrer Arbeit bei Verkehrsunfällen in Brasilien und Tunesien ihr Leben.

Im Rahmen der globalen Sicherheitsinitiative hat Linde zahlreiche Maßnahmen gestartet, um Sicherheitsrisiken weiter zu reduzieren sowie persönliche Verantwortung und sicherheitsbewusstes Verhalten zu stärken. Rund 30 bis 50 Prozent der Arbeitsunfälle und chronischen Krankheiten bei Linde gehen auf manuelle bzw. wiederkehrende Tätigkeiten zurück. Viele Initiativen zum Gesundheitsschutz legen daher einen besonderen Fokus auf die damit verbundenen Risiken. In Nordamerika beispielsweise setzte Linde im Berichtsjahr an 25 Standorten neue Ladesysteme ein, mit denen bis zu 360 Kilogramm schwere Zylinder mit Flüssigsauerstoff automatisch angehoben und transportiert werden. Die Systeme tragen dazu bei, schwere körperliche Belastungen zu vermeiden. Bei der Division Gist wurden im Berichtsjahr 99 Prozent der Mitarbeiter, die mit schweren Lasten umgehen, zu Sicherheit in diesem Bereich geschult.

Im Jahr 2015 hat Linde ein neues Programm für Gesundheitsmanagement entwickelt. Schwerpunkte sind Bereiche wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und präventive Maßnahmen für Gesundheitsschutz. Ab dem Jahr 2016 soll Mitarbeitern zunächst in Deutschland ein breites Angebot aus dieser Initiative zur Verfügung stehen.