Vergütung und Sozialleistungen

Neben einem festen Entgelt erhalten Mitarbeiter von Linde je nach Position auch variable Vergütungsbestandteile. Darüber hinaus bietet das Unternehmen unterschiedliche Zusatzleistungen an. Dabei orientiert sich Linde an regionalen Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen. Zu den Leistungen zählen die Altersversorgung und Beiträge zur Krankenversicherung oder zur Gesundheitsvorsorge. Im Jahr 2015 wendete Linde 3,928 Mrd. EUR (Vj. 3,536 Mrd. EUR) für Personalkosten auf, davon 3,378 Mrd. EUR (Vj. 3,069 Mrd. EUR) für Gehälter (inklusive Sozialversicherungsbeiträge) und 307 Mio. EUR (Vj. 293 Mio. EUR) für die Altersversorgung. Im Berichtsjahr waren 42,6 Prozent der Mitarbeiter des Unternehmens über Kollektivvereinbarungen beschäftigt (Vj. 46,5 Prozent).

Bei der Vergütung der Mitarbeiter berücksichtigt Linde Marktüblichkeit und Angemessenheit und führt regelmäßig interne und externe Vergütungsvergleiche durch. In den vergangenen Jahren hat Linde dabei ein besonderes Augenmerk auf die gerechte Vergütung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern in vergleichbaren Positionen gelegt.

Für eine faire Beurteilung der Mitarbeiter nutzt Linde ein konzernweites IT-System. Dies enthält unter anderem eine verbindliche Leistungsbewertung für Führungskräfte sowie Stellenbewertungen für alle Führungskräftepositionen. Diese schließen die Kriterien Transparenz, Gleichbehandlung und marktgerechte Bezahlung ein. Die Entlohnung von Führungskräften richtet sich danach, inwieweit Ziele des Unternehmens und individuelle Ziele der Mitarbeiter erreicht wurden. Je nach Geschäftsbereich sind dabei auch Zielgrößen zur Nachhaltigkeit relevant wie Sicherheit und Vielfalt. Die oberen Führungskräfte sind zudem über Aktienoptionsprogramme an der Wertsteigerung des Unternehmens beteiligt. Im Jahr 2015 haben Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene über das Programm in 22.637 Aktien des Unternehmens investiert. Für jede dieser Aktien erhalten sie nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist eine weitere Linde Aktie.

Von den Leistungen der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge profitieren Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern. Rund 80 Prozent der Belegschaft sind in betriebliche Versorgungssysteme eingebunden. Über Pensionspläne mit direkten Ansprüchen an das Unternehmen (Defined Benefit-Pläne) erhalten 26.088 aktive Mitarbeiter eine Betriebsrente; weitere 16.416 ehemalige Mitarbeiter haben einen Anspruch auf eine Firmenpension erworben, der nicht verfällt. Insgesamt beziehen 29.116 Pensionäre des Konzerns eine Betriebsrente. Für die Veränderung, Neueinführung oder Schließung von Versorgungswerken gelten bei Linde weltweit verbindliche Regeln. Eingriffe dieser Art müssen mit dem Global Pension Committee abgestimmt werden. Mitglieder dieses Gremiums sind der Vorsitzende des Vorstands, der Finanzvorstand sowie Experten aus den Bereichen Bilanzen, Finanzen und Personal.