Vielfalt

Als global tätiges Unternehmen setzt Linde auf Mitarbeiter, die lokale Märkte und Kunden verstehen und mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven die Arbeit in Teams bereichern. Zum 31. Dezember 2015 arbeiteten Mitarbeiter aus 134 Ländern im Konzern. Allein in den deutschen Gesellschaften waren 64 Nationen vertreten. Von den oberen Führungskräften des Unternehmens stammten im Berichtsjahr rund 70 Prozent nicht aus Deutschland. Diese Gruppe umfasst Mitarbeiter aus 49 Nationen. Etwa 200 Mitarbeiter von Linde waren im Jahr 2015 an ausländische Tochtergesellschaften delegiert.

Führungskräfte von Linde übernehmen eine wichtige Rolle bei dem Ziel, Vielfalt zu fördern. Im Vorstand ist Thomas Blades für das Thema „Diversity & Inclusion“ zuständig. Bereits seit mehreren Jahren ist Vielfalt fester Bestandteil der Führungskräfteentwicklung, der auch bei der Bewertung der Mitarbeiter berücksichtigt wird. Im Segment Asien/Pazifik, das 15 Länder umfasst, startete im Berichtsjahr eine Initiative zu Vielfalt am Arbeitsplatz mit Gesprächen, Mentoringprogrammen, Workshops und der Gründung von Netzwerkgruppen für Frauen. In den USA förderte Linde Projekte zum Austausch zwischen den Generationen sowie unter afroamerikanischen und lateinamerikanischen Kollegen.

Ein wichtiger Schwerpunkt im Bereich Vielfalt ist es, die Anzahl von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. In einer gemeinsamen Initiative aller 30 DAX-Konzerne in Deutschland hatte Linde sich im Jahr 2011 das Ziel gesetzt, bis 2018 den Anteil der Frauen in oberen Führungspositionen auf 13 bis 15 Prozent zu steigern. Im Jahr 2015 lag diese Quote bei 14,8 Prozent. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen dieses Ziel durch erweiterte Vorgaben für die beiden oberen Managementebenen abgelöst: Bis zum Jahr 2017 soll der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes auf 14 Prozent steigen und bis zum Jahr 2022 auf 18 Prozent. Im Berichtsjahr lag der Anteil weiblicher Führungskräfte auf dieser Ebene bei 11 Prozent. In der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes strebt Linde im Jahr 2017 einen Frauenanteil von 17 Prozent und im Jahr 2022 von 22 Prozent an. Im Geschäftsjahr lag dieser Wert bei 16 Prozent. Um diese Ziele zu erreichen, unterstützt der Vorstand von Linde zahlreiche Maßnahmen zur Förderung von Frauen, die durch Initiativen von Mitarbeitern angestoßen wurden. Dazu gehören bereichsübergreifende Netzwerkveranstaltungen sowie Trainingsprogramme für Frauen mit Führungsverantwortung oder Führungspotenzial. Im Jahr 2015 startete in Deutschland ein internes Mentoringprogramm. Erfahrene Führungskräfte unterstützen dabei insbesondere Frauen, ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Das Programm soll im Jahr 2016 ausgeweitet werden. Im Entwicklungsprogramm für obere Führungskräfte, dem „Global Leadership Development Circle“, lag der Anteil weiblicher Mitarbeiter im Jahr 2015 bei 23 Prozent (Vj. 27 Prozent). In Einklang mit den gesetzlichen Regelungen hat sich das Unternehmen auch Ziele für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft gesetzt. Einzelheiten zu den Zielgrößen finden sich unter Unternehmensführung und Bericht zur Corporate Governance.