Strategie

Linde hat ein globales Managementsystem für Sicherheit und Umweltschutz eingerichtet. Die Grundlage sind weltweit gültige Standards und Richtlinien. Im Fokus stehen das Minimieren von Sicherheitsrisiken und Umweltauswirkungen sowie der effiziente Einsatz von Energie, Ressourcen und Materialien. Mit seinen Produkten und Technologien unterstützt das Unternehmen auch seine Kunden dabei, ihre Geschäftsprozesse effizienter, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.

Weltweit überprüft Linde durch Audits, ob vorgegebene Standards im Unternehmen eingehalten werden. Um Schwachstellen zu identifizieren, werden Vorfälle mit besonderer Relevanz für Sicherheit und Umweltschutz erfasst. Linde dokumentiert auch Beinaheereignisse, aus denen das Unternehmen lernen kann. Der Konzern erstellt zudem Gefahrenabwehrpläne, um auf Ereignisse wie Naturkatastrophen, Kriminalität oder Pandemien vorbereitet zu sein. Im Mittelpunkt steht der Schutz von Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Nachbarn und des Unternehmenseigentums.

Bei Sicherheit und Umweltschutz kooperiert Linde auch mit den Kommunen im Umfeld seiner Standorte. So führte das Unternehmen im Berichtsjahr an rund 70 Standorten weltweit Sicherheitstrainings oder Notfallübungen durch, beispielsweise gemeinsam mit Feuerwehren oder anderen kommunalen Organisationen.

Im Rahmen seiner globalen Sicherheitsinitiative hat Linde Anfang des Jahres 2015 eine weltweite Umfrage unter Führungskräften zum Thema Sicherheitskultur im Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse trugen dazu bei, bestehende Ziele und Kennzahlen zu überprüfen und neu zu definieren. Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen mit regionalen Schwerpunkten unterstützen das Ziel, Arbeits- und Verkehrsunfälle im betrieblichen Rahmen gänzlich zu verhindern. In der Regional Business Unit (RBU) Südasien & ASEAN beispielsweise nahmen im Berichtsjahr rund 6.000 Mitarbeiter und Kontraktoren an 80 Standorten an einem Sicherheitstag teil. Bei Linde Engineering wurden im Jahr 2015 in mehreren Regionen Führungskräfte, Mitarbeiter und Kontraktoren auf Baustellen im Umgang mit Sicherheitsfragen und Unfallgefahren geschult. Um die persönliche Verantwortung für das Thema Sicherheit weiter zu stärken, hat Linde für alle Führungskräfte in operativen Geschäftseinheiten gehaltsrelevante Sicherheitsziele festgelegt.

Für das Engagement in den Bereichen Umwelt- und Sicherheitsmanagement wurde Linde im Berichtsjahr erneut mehrfach gewürdigt. So wurde das Unternehmen beispielsweise in Großbritannien von der Royal Society for the Prevention of Accidents für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgezeichnet. Die Organisation hob insbesondere die Beteiligung von Mitarbeitern und das Engagement der Führungskräfte hervor.

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Sicherheit und Umweltschutz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2015

 

2014

1

Zu den sonstigen Energieträgern zählen unter anderem Heizöl, Biokraftstoffe, Propan, Butan, thermische Energie und Dieselkraftstoff. Ab dem Jahr 2015 wird auch der Dieselverbrauch von Transportkontraktoren diesem Indikator zugeordnet. Die Kennzahl für das Jahr 2014 wurde rückwirkend neu berechnet.

2

Der Wasserverbrauch bezieht sich auf das verbrauchte Trink- und Prozesswasser. Durchlaufkühlwasser wird Gewässern entnommen, ausschließlich erwärmt und anschließend mit einer ökologisch unbedenklichen Temperatur zurückgeleitet.

3

Ab dem Jahr 2015 werden auch die Treibhausgasemissionen von Transportkontraktoren diesem Indikator zugeordnet. Die Kennzahl für das Jahr 2014 wurde rückwirkend neu berechnet.

4

Abgedeckt sind die im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Schwefelfluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).

5

Die angegebenen Werte beziehen sich auf interne und externe Audits, die an Produktionsstandorten weltweit durchgeführt wurden.

6

Der Indikator wurde im Jahr 2015 neu definiert. In der neuen Definition sind neben vermeidbaren Transportereignissen jetzt auch zuvor als nicht vermeidbar klassifizierte Ereignisse enthalten. Die Kennzahl für das Jahr 2014 wurde rückwirkend neu berechnet.

Ressourceneinsatz

 

 

 

 

 

 

Verbrauch von Strom

 

in Mio. MWh

 

26,8

 

26,2

davon durch Luftzerlegungsanlagen

 

in Mio. MWh

 

23,9

 

23,5

Verbrauch von Erdgas

 

in Mio. MWh

 

39,5

 

39,5

davon durch HyCO-Anlagen

 

in Mio. MWh

 

25,4

 

24,9

Verbrauch sonstiger Energieträger1

 

in Mio. MWh

 

12,6

 

12,2

Wasserverbrauch2

 

in Mio. m3

 

52,8

 

50,7

 

 

 

 

 

 

 

Emissionen

 

 

 

 

 

 

Direkte CO2-Emissionen

 

in Mio. t

 

7,1

 

7,3

davon durch HyCO-Anlagen

 

in Mio. t

 

4,0

 

4,0

Transportflotte3

 

in Mio. t CO2-Äquivalente

 

0,92

 

0,88

Indirekte CO2-Emissionen

 

in Mio. t

 

15,4

 

15,0

davon durch Luftzerlegungsanlagen

 

in Mio. t

 

13,7

 

13,5

Weitere Treibhausgasemissionen4

 

in Mio. t CO2-Äquivalente

 

1,7

 

1,5

Gesamte Treibhausgasemissionen

 

in Mio. t CO2-Äquivalente

 

25,1

 

24,7

Abfall

 

in Tsd. t

 

71,5

 

94,1

davon nicht gefährlicher Abfall

 

in %

 

69

 

76

davon gefährlicher Abfall

 

in %

 

31

 

24

Abwasser

 

in Mio. m3

 

14,0

 

13,2

 

 

 

 

 

 

 

Audits und Training

 

 

 

 

 

 

Produktionsstandorte mit ISO 9001 Zertifizierung

 

in %

 

66,4

 

72,1

Produktionsstandorte mit ISO 14001 Zertifizierung

 

in %

 

31,0

 

30,5

Produktionsstandorte mit OHSAS 18001 Zertifizierung

 

in %

 

16,1

 

15,7

Standorte, an denen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Audits durchgeführt wurden5

 

in %

 

52,6

 

57,4

Standorte, an denen Umweltaudits durchgeführt wurden5

 

in %

 

48,0

 

50,0

Mitarbeiter von Linde Gas, die an HSE-Schulungen teilgenommen haben

 

in %

 

65,1

 

62,6

 

 

 

 

 

 

 

Transportsicherheit

 

 

 

 

 

 

Schwere Transportereignisse mit LKW6

 

je 1 Mio. km

 

0,101

 

0,104