Abfall

Zum Umweltmanagement von Linde gehört, den Ressourcenverbrauch möglichst gering zu halten und zu prüfen, wie Abfall weiter vermieden werden kann. Als Abfallprodukte fallen im Konzern am häufigsten Öl und ölhaltiges Material, metallhaltiger Abfall oder Gasflaschen am Ende ihrer Lebensdauer an. Durch geschlossene Produktkreisläufe steigert der Konzern die Material- und Ressourceneffizienz und reduziert Abfallmengen. Beispielsweise kann Kalkschlamm, der als Nebenprodukt der Acetylenproduktion anfällt, ohne weitere Aufbereitung in anderen Industrien eingesetzt werden. Abfall, der sich nicht zur Weiterverwendung eignet, wird umweltgerecht entsorgt. Dabei richtet sich der Konzern nach lokalen Vorgaben und klassifiziert Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich. Bei Maßnahmen zur weiteren Reduzierung von Abfällen liegt der Schwerpunkt auf gefährlichen Abfällen. Im Berichtsjahr sank die Menge an Abfall im Vergleich zum Vorjahr, da weniger Baustellenabfälle anfielen.

Da die Abfallmenge an einzelnen Standorten von den unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten abhängt, orientiert sich Linde bei Zielen im Bereich Abfallmanagement an regionalen Anforderungen. Im Berichtsjahr hat Linde das Ziel, die Abfallverwertungsquote in Großbritannien bis 2015 auf 70 Prozent zu erhöhen, erreicht. Bis Ende 2015 wurden 71 Prozent des regional anfallenden Abfalls verwertet. Konzernweit lag diese Quote bei rund 43 Prozent. Im Rahmen einer nationalen Kampagne in Neuseeland hat Linde im Jahr 2015 seine Aktivitäten zur sachgerechten Entsorgung umweltschädlicher Kältemittel wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die etwa in älteren Kühlschränken und Klimaanlagen eingesetzt werden, ausgeweitet. Linde bietet hier Kunden und Nichtkunden gemeinsam mit anderen Unternehmen die kostenlose Annahme und Entsorgung an. Seit dem Start der Kampagne 1993 wurden mehr als 290 Tonnen Kältemittel eingesammelt. Das entspricht auch einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um bis zu 260.000 Tonnen.