Lieferanten

Linde unterhält Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten in über 100 Ländern. Neben wirtschaftlichen Kriterien wie Qualität, Preis und Verfügbarkeit berücksichtigt das Unternehmen bei der Auswahl von Lieferanten auch Aspekte wie Sicherheit und Umweltschutz. Im Jahr 2013 hat Linde einen globalen Verhaltenskodex für Lieferanten eingeführt. Dieser definiert Mindestanforderungen für Sicherheit, Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte sowie integre Geschäftspraktiken. Neben allen neuen Lieferanten werden kontinuierlich auch Lieferanten eingebunden, mit denen bereits vor dem Jahr 2013 ein Vertragsverhältnis bestand. Insgesamt hatten sich so bis Ende des Jahres 2015 mehr als drei Viertel aller strategischen Lieferanten auf den Verhaltenskodex verpflichtet. Im Berichtsjahr wurden konzernweit rund 20 Prozent der Mitarbeiter im Einkauf zur Umsetzung des Lieferantenkodexes geschult.

Lieferanten bewerten

Linde prüft in Stichproben, ob Lieferanten die im Verhaltenskodex definierten Vorgaben einhalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Lieferanten aus Bereichen mit erhöhtem Risiko, etwa bei Umweltschutz, Sicherheit oder sozialen Themen. Insgesamt wurden im Jahr 2015 knapp 1.000 Lieferanten zu Umwelt-, Sicherheits- und anderen Nachhaltigkeitsaspekten überprüft. Verstößen gegen die Anforderungen des Unternehmens geht Linde nach. So wurden im Berichtsjahr bei Audits auf Baustellen rund 200 Abweichungen festgestellt, beispielsweise in Bezug auf Arbeitsgenehmigungsverfahren und Baustellenverkehr. Gemeinsam mit den betroffenen Kontraktoren wurden Maßnahmen zur Verbesserung definiert und deren Umsetzung verfolgt. Über die Integrity Line des Konzerns wurden im Berichtsjahr sechs Fälle gemeldet, die ausschließlich Lieferantenbeziehungen betrafen. In einem Fall wurde die Geschäftsbeziehung beendet.

Linde bezieht ausgewählte Lieferanten auch in Schulungen seines Sicherheits- und Umweltmanagements mit ein. So wurden zum Beispiel über 1.000 Mitarbeiter von Kontraktoren in die weltweite Initiative eingebunden, die das Sicherheitsbewusstsein der Beschäftigten für Gefahren auf Baustellen der Engineering Division stärken soll. An Fahrtrainings und Schulungen nehmen regelmäßig auch Fahrer von Dienstleistern teil. Durch Maßnahmen wie diese will das Unternehmen sicherstellen, dass die Lieferanten den Anforderungen entsprechen, und sie dabei unterstützen, ihre Leistungen zu verbessern. Gemeinsam mit 25 ausgewählten Lieferanten hat Linde im Berichtsjahr Betriebskontinuitätspläne entwickelt. Diese sollen sicherstellen, dass die Geschäftstätigkeit nach unerwarteten Vorfällen wie Naturkatastrophen bestmöglich fortgeführt werden kann. Ziel war es, potenzielle Risiken zu identifizieren und Schwachstellen in Beschaffungsabläufen zu beheben. Im Ergebnis wurden unter anderem bei einigen Lieferanten Backup-Systeme für kritische Prozesse eingeführt und Lagerbestände von fertigen Produkten und wichtigen Ausrüstungsteilen aufgebaut.