Transport

Das globale Sicherheitsmanagement von Linde umfasst auch den Transport von Produkten. Das Unternehmen arbeitet beständig daran, die Anzahl von Transportunfällen zu minimieren. Im Rahmen der globalen Sicherheitsinitiative hat Linde im Berichtsjahr seine Kennzahlen und Ziele überprüft. Bislang hatte sich der Konzern das Ziel gesetzt, die Zahl schwerer Transportereignisse pro 1 Mio. gefahrener Kilometer bis zum Ende des Jahres 2017 im Vergleich zum Jahr 2012 zu halbieren. Künftig sollen auch Ereignisse, die bisher als unvermeidbar klassifiziert wurden, in eine neue Zielvorgabe einbezogen werden. Das Unternehmen plant, das neue Ziel spätestens im Jahresbericht 2016 zu kommunizieren. Seit dem Jahr 2012 konnte Linde die Häufigkeit sämtlicher schwerer Transportereignisse pro 1 Mio. gefahrener Kilometer nach der neuen Definition um rund 16 Prozent reduzieren. Um die Transportsicherheit zu verbessern, hat das Unternehmen verschiedene Maßnahmen definiert. Linde überarbeitet regelmäßig die lokalen und globalen Mindeststandards für Transportaktivitäten und integriert sie in seine globale Standarddatenbank. Im Jahr 2015 wurden die Sicherheitsstandards von Linde unter anderem weiterentwickelt, um Risiken durch Ablenkung beim Fahren zu senken. Darüber hinaus hat Linde im Berichtsjahr die global gültige Richtlinie für die Montage und Nutzung von Fahrzeugspiegeln in seiner Nutzfahrzeugflotte durch entsprechende Schulungen ergänzt. Die Initiative hat zum Ziel, die Gefahren durch „tote Winkel“ zu verringern.

An den regelmäßigen Schulungen des Unternehmens zu Transportstandards nehmen auch Fahrer von Transportdienstleistern teil. Seit 2007 gelten im Konzern einheitliche Vorgaben für Sicherheit, die Kontraktoren bei Transporten im Auftrag von Linde einhalten müssen. Diese werden auch als Kriterium in Einkaufsverträge integriert. Im Berichtsjahr hat der Konzern zudem sein Schulungsprogramm für defensives Fahren bei LKW-Transporten als verbindliches Training für Fahrer aller Fahrzeugklassen ausgeweitet. Weltweit wurden in den vergangenen drei Jahren mehr als 15.000 Fahrer von PKW und Kleintransportern im Unternehmen geschult.

Um wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Transportsicherheit zu erlangen, hat Linde im Berichtsjahr in mehreren Ländern begonnen, interne Unfallermittler weiterzubilden, unter anderem in Asien. Ziel ist es, Untersuchungen nach Unfällen im gesamten Unternehmen nach einem einheitlichen Standard durchzuführen. Für das Jahr 2016 plant der Konzern, die Schulungen auf Nord- und Südamerika auszuweiten. Linde investiert darüber hinaus in Technologie, die Informationen bei der Ermittlung von Unfallursachen liefert. Bis Ende des Jahres 2015 hat das Unternehmen ein Viertel seiner weltweiten Nutzfahrzeugflotte mit Kamerasystemen ausgestattet, die Unfälle aufzeichnen. Im Jahr 2016 soll diese Zahl weiter steigen. Als Anerkennung für sicherheitsbewusstes Verhalten und unfallfreies Fahren hat das Unternehmen im Jahr 2015 erneut zahlreiche Mitarbeiter in verschiedenen Regionen ausgezeichnet.