Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage war im Berichtszeitraum wie bereits im Vorjahr erneut durch Währungskurseffekte geprägt. Der schwache Euro führte zu einem wechselkursbedingten Anstieg der Bilanzpositionen. Des Weiteren hat Linde im Geschäftsjahr 2015 erneut gezielt Akquisitionen und Investitionen getätigt, um den Geschäftsausbau weiter voranzutreiben.

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2015 um 922 Mio. EUR auf 35,347 Mrd. EUR gestiegen (31. Dezember 2014: 34,425 Mrd. EUR).

Auf der Aktivseite entfiel der wesentliche Teil der Bilanzsumme mit etwa 80 Prozent auf die langfristigen Vermögenswerte. Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte bildeten der Geschäfts- oder Firmenwert mit 11,604 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 11,055 Mrd. EUR) sowie die Sachanlagen mit 12,782 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 12,151 Mrd. EUR) die größten Posten.

Beim Geschäfts- oder Firmenwert resultierte der Zuwachs um 549 Mio. EUR hauptsächlich aus Währungskurseffekten. Die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen trugen mit 45 Mio. EUR (Vj. 62 Mio. EUR) zu dem Anstieg bei.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte, bestehend aus Kundenbeziehungen, Markennamen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, sind im Berichtsjahr um 162 Mio. EUR auf 2,760 Mrd. EUR gesunken (31. Dezember 2014: 2,922 Mrd. EUR). Dies war im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 317 Mio. EUR zurückzuführen, wobei der Rückgang teilweise durch positive Währungskurseffekte kompensiert wurde.

Die Sachanlagen erhöhten sich von 12,151 Mrd. EUR um 631 Mio. EUR auf 12,782 Mrd. EUR. Den Zugängen aus Investitionen in Höhe von 1,889 Mrd. EUR sowie den positiven Währungskurseffekten in Höhe von 303 Mio. EUR standen Abschreibungen in Höhe von 1,577 Mrd. EUR entgegen.

Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte bildeten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den größten Posten. Sie reduzierten sich im Berichtszeitraum um 337 Mio. EUR auf 2,724 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 3,061 Mrd. EUR). Der Forderungsabbau in Höhe von 407 Mio. EUR wurde durch positive Währungskurseffekte teilweise ausgeglichen.

Die kurz- und langfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich fast ausschließlich auf die gemäß IFRIC 4 als Leasing klassifizierten Gaslieferverträge beziehen, haben sich um 29 Mio. EUR auf 269 Mio. EUR verringert. Der Rückgang resultierte aus der planmäßigen Amortisierung dieser Leasingforderungen.

Die Wertpapiere sind im Wesentlichen durch Verkäufe um 100 Mio. EUR auf 421 Mio. EUR gesunken (31. Dezember 2014: 521 Mio. EUR).

Das Eigenkapital ist um 1,182 Mrd. EUR auf 15,449 Mrd. EUR gestiegen (31. Dezember 2014: 14,267 Mrd. EUR). Neben dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,252 Mrd. EUR hat auch die Entwicklung des sonstigen Ergebnisses zu der Erhöhung beigetragen. Hier hat sich vor allem die Veränderung von Währungskursen positiv ausgewirkt. Die Auszahlungen für Dividenden in Höhe von 701 Mio. EUR führten zu einem Rückgang des Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 43,7 Prozent (31. Dezember 2014: 41,4 Prozent).

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen lagen mit 1,068 Mrd. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2014: 1,265 Mrd. EUR). Zu diesem Rückgang trug im Wesentlichen die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen – insbesondere die leicht gestiegenen Diskontierungszinssätze – bei. Im Vorjahr führte die Dotierung der Pensionspläne in Deutschland in Höhe von 300 Mio. EUR zu einem Anstieg des Planvermögens und somit zu einer Verringerung der Pensionsrückstellung.

Hinsichtlich außerbilanzieller Verpflichtungen wird auf den Konzernanhang Ziffer [38] verwiesen.

Bilanzstruktur in Prozent der Bilanzsumme von 35,347 Mrd. EUR (VJ. 34,425 Mrd. EUR)
Bilanzstruktur in Prozent der Bilanzsumme von 35,347 Mrd. Eur (Vj. 34,425 Mrd. Eur) (Tortendiagramm)