Linde am Kapitalmarkt

Trotz starker Schwankungen erreicht der DAX ein positives Jahresergebnis

Das Börsenjahr 2015 war von der Geldpolitik der Notenbanken und geopolitischen Ereignissen vor allem in der Ukraine und in Syrien geprägt. Terroranschläge des IS in Frankreich führten darüber hinaus zu einem Ausnahmezustand und zunehmender Unsicherheit. Der starke US-Dollar sowie die fallenden Rohstoffpreise verschärften die Verschuldungskrise einiger Schwellenländer und führten zu Kursrückschlägen.

Dennoch konnte sich der Deutsche Leitindex DAX in diesem schwierigen internationalen Umfeld behaupten. In den ersten Monaten bereitete die Ankündigung der geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank dem DAX einen Rekordstand nach dem anderen. Bis zum 10. April kletterte der DAX von 9.806 Punkten am Jahresende 2014 auf 12.374 Punkte. Im zweiten Quartal stellte der DAX ein volatileres Bild dar, bis die Abwertung der chinesischen Währung die internationalen Börsenplätze im August zum Einbruch brachte. Die großen Unsicherheiten auf den Weltmärkten setzten dem DAX weiter zu. Am 24. September fiel der DAX auf seinen Jahrestiefstand von 9.427 Punkten – gegenüber dem Höchststand im April verlor der Index fast ein Viertel seines Wertes.

Ab Mitte September setzte wieder ein Aufwärtstrend ein, der Anfang Dezember abrupt endete. Die Europäische Zentralbank hat die hohen Erwartungen an die Ausweitung der lockeren Geldpolitik nicht ganz erfüllt und sorgte damit zwischenzeitlich für negative Impulse. Debatten um Flüchtlinge und der VW-Skandal verunsicherten die Anleger zusätzlich. Auch erhöhte die amerikanische Notenbank Fed am 16. Dezember 2015 erstmals nach neun Jahren den Leitzins. Dennoch erreichte das Börsenjahr 2015 insgesamt eine positive Bilanz, nicht zuletzt aus Mangel an Anlagealternativen: Der deutsche Leitindex schloss am 30. Dezember 2015 mit einem Plus von 9,6 Prozent.

Damit entwickelte sich der DAX besser als alle anderen wichtigen europäischen Börsenindizes: Der MSCI Europe Index konnte nur 2,2 Prozent zulegen. Der FTSEurofirst 300 Index, London, erhöhte sich um 5,0 Prozent und der DJ EURO STOXX gewann 8,0 Prozent an Wert. Der CAC 40 Index, Paris, erreichte ein ähnliches Niveau wie der DAX und stieg um 8,5 Prozent.

Im Vergleich zu den europäischen Märkten ergibt sich auf den Aktienmärkten in den USA ein enttäuschendes Bild: Der S & P 500 Index verlor im Jahresvergleich 0,7 Prozent. Der Technologieindex NASDAQ (NASDAQ composite) zeigte einen besseren Verlauf und stieg um 5,7 Prozent. Die aufstrebenden Volkswirtschaften konnten mit diesen Entwicklungen nicht mithalten und verloren erheblich an Wert: Der MSCI Emerging Markets Index zum Beispiel fiel im Berichtsjahr um 17,0 Prozent.

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Kapitalmarktorientierte Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2015

 

2014

1

Berechnung zum 31.12.

Dividendenberechtigte Aktien für das Geschäftsjahr

 

Stück

 

185.638.071

 

185.638.071

Jahresschlusskurs

 

 

133,90

 

154,20

Jahreshoch

 

 

193,85

 

157,30

Jahrestief

 

 

128,05

 

139,15

Ausschüttungssumme der Linde AG für das Geschäftsjahr

 

Mio. €

 

640

 

585

Marktkapitalisierung1

 

Mio. €

 

24.857

 

28.625

Durchschnittlicher wöchentlicher Börsenumsatz

 

Stück

 

2.510.206

 

2.267.308

Volatilität1 (200 Tage)

 

%

 

30,2

 

16,2

 

 

 

 

 

 

 

Angaben je Aktie

 

 

 

 

 

 

Bardividende

 

 

3,45

 

3,15

Dividendenrendite

 

%

 

2,6

 

2,0

Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

 

 

19,35

 

16,17

Ergebnis (berichtetes EPS)

 

 

6,19

 

5,94