Globaler Megatrend Healthcare

Healthcare ist ein globaler Megatrend, der durch den Wandel hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft in den nächsten Jahren zusätzlich beschleunigt wird. Linde ist schon heute ein weltweit führendes Gaseunternehmen in diesem Wachstumsmarkt. Das Unternehmen bietet Patienten ebenso wie Ärzten und Therapeuten Produkte und Serviceleistungen, die weit über die Versorgung mit medizinischen Gasen hinausreichen. Linde sorgt für die passende Behandlungsmethode, berät bei der Bedienung der technischen Geräte und hilft zudem bei Fragen rund um die Themenfelder Ernährung und Bewegung. Das Unternehmen erweitert kontinuierlich seine medizinischen Kompetenzen und entwickelt sich so zu einem Partner für umfassende respiratorische Healthcare-Angebote.

Linde versorgt

1,4

Millionen Patienten weltweit.

Linde ist einer der führenden globalen Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie.

Im Gesundheitsbereich ist Linde in

60

Ländern vertreten.

Der für Linde relevante Weltmarkt in diesem Bereich wird bis 2020 auf etwa

17

Mrd. Euro

wachsen.

Interview
Dr. Christian Wojczewski

Ganzheitliche Gesundheitsversorgung

Dr. Christian Wojczewski – Leiter der Global Business Unit Healthcare (Bild)

Dr. Christian Wojczewski – Leiter der Global Business Unit Healthcare

Interview

Mehr als 1,4 Millionen Patienten und tausende von Ärzten und Therapeuten weltweit versorgt Linde derzeit im Bereich Healthcare mit medizinischen Gasen, medizinischen Geräten, klinischer Behandlung und Therapien sowie den damit verbundenen Dienstleistungen. Der Gesundheitsmarkt ist für den Technologiekonzern ein Wachstumstreiber. Dr. Christian Wojczewski, Leiter der Global Business Unit Healthcare, spricht über globale Chancen, innovative Produkte und die Vorteile einer ganzheitlichen Gesundheitsversorgung.

»Der demographische Wandel ist für uns ein Wachstumstreiber.«

Dr. Christian Wojczewski

Welche Ziele verfolgt Linde im Bereich Healthcare?

Wir haben im Jahr 2012 einige große Akquisitionen getätigt und beispielsweise mit Lincare das größte respiratorische Homecare-Unternehmen der USA erworben. Die Integration läuft sehr gut, und im laufenden Jahr 2014 wollen wir hier weitere Potenziale erschließen. Als größter Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie haben wir darüber hinaus sehr klare Vorstellungen davon, wie wir uns langfristig positionieren werden. Wir wollen unsere Marktführerschaft weiter ausbauen, innovative Produkte entwickeln und gezielt in neue Märkte investieren.

Die Bevölkerung wird immer älter. Wie macht sich der demographische Wandel für Linde bemerkbar?

Der demographische Wandel ist für uns ein Wachstumstreiber. Auf der Erde leben derzeit rund 400 Millionen Menschen, die 65 Jahre alt oder älter sind. Im Jahr 2050 werden es in dieser Altersgruppe eine Milliarde Menschen mehr sein. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Erkrankung wie COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Anm. d. Red.) in diesem Alter rapide ansteigt, erkennt man schnell, welche Potenziale diese Entwicklung bietet.

Ist der deutlich ansteigende Anteil der über 65-Jährigen ein Phänomen, das sich auf wenige Länder beschränkt?

Nein. Wir sehen hier einen weltweiten Trend. In Europa etwa wird bis 2050 mehr als ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Auch in China wächst der Anteil der älteren Menschen rasant – dort vor allem als Resultat der Ein-Kind-Politik. Hinzu kommt, dass die medizinische Versorgung nicht nur in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, sondern auch in Südamerika, im Mittleren Osten oder in Osteuropa deutlich besser geworden ist. Auch in diesen Teilen der Welt steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an.

Wie stark sind die Wachstumsraten in diesen Ländern?

Die Wachstumsraten in diesen Regionen liegen durchgängig im zweistelligen Prozentbereich. Wir spüren sehr deutlich, dass die genannten Staaten Milliardenbeträge in ihr Gesundheitswesen investieren. Das ist auch dringend notwendig, denn der asiatische Gesundheitsmarkt ist noch längst nicht auf einem europäischen Niveau. Um dies zu erreichen, müssten zum Beispiel zehn Millionen zusätzliche Krankenhausbetten eingerichtet werden.

Im respiratorischen Homecare-Markt ist Linde mittlerweile weltweit führend. Wie sieht Ihr Angebot in diesem Segment aus?

Wir bieten eine breite Palette von Therapieformen und klinischen Dienstleistungen im häuslichen Bereich an – von der Sauerstofftherapie bis zur Behandlung von Schlafapnoe. Dabei ist unser oberstes Gebot, ein Höchstmaß an Qualität bei der Patientenversorgung zu gewährleisten – denn das ist letztlich die Grundlage, um die Marktführerschaft weiter ausbauen zu können.

Wie wichtig ist in diesem Geschäftsfeld die Größe?

Gerade im Homecare-Bereich spielt die Größe eine besondere Rolle, denn diese garantiert die Dichte des Versorgungsnetzes und bestimmt, wie kosteneffizient das Geschäft betrieben werden kann. Wir betreuen derzeit etwa 1,4 Millionen Patienten weltweit. Das entspricht einem Zuwachs von ungefähr 100.000 im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Wo sehen Sie für Healthcare insgesamt in den kommenden Jahren die größten Chancen?

Im Geschäftsfeld Hospital Care, also bei der Versorgung von Krankenhäusern mit medizinischen Gasen, medizinischen Geräten und Serviceangeboten, ist es eindeutig der Bereich Dienstleistungen, der weiter wachsen wird. Überdurchschnittlich dürfte sich das gesamte Segment Hospital Care zudem in den aufstrebenden Volkswirtschaften entwickeln. Darüber hinaus befinden sich weiterhin die pharmazeutischen Gase – wie beispielsweise ein Lachgas-Sauerstoff-Gemisch – auf dem Wachstumspfad. Bei Homecare sehen wir weltweit Entwicklungspotenzial, weil sich in allen Ländern mehr und mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass Pflege im häuslichen Bereich nicht nur das Gesundheitssystem kostenmäßig entlastet, sondern auch den Patienten guttut.

Woran liegt das?

Der Hauptgrund ist: Die Behandlung von Patienten im Krankenhaus ist teurer als die Betreuung zuhause, auch deshalb hat der Homecare-Markt in den vergangenen Jahren einen enormen Schub erfahren. In Deutschland konnten wir in diesem Bereich im vergangenen Jahr übrigens ein Jubiläum feiern: 25 Jahre Homecare-Sauerstofftherapie, und unser erster Homecare-Patient überhaupt war dabei. Er berichtete, dass es ihm nicht so gut ginge, wenn er nicht seit 25 Jahren von Linde betreut würde. Das nenne ich eine Erfolgsgeschichte.

Wie wichtig sind die Entwicklungen im Bereich Telemedizin für die zukünftige Patientenversorgung?

Telemedizin, oder Telehealth, war bis vor kurzem noch eine ferne Vision. Heute ist es Realität, und auch wir erkunden dieses Feld beispielsweise in Spanien. Telehealth bietet für alle Beteiligten viele Vorteile. So kann etwa ein Patient mit Atemwegserkrankungen wie COPD individueller und proaktiver versorgt werden. Dazu werden täglich verschiedene Vitalparameter, wie Atemfrequenz, Sauerstoffkonzentration im Blut, Puls und Blutdruck, gemessen und automatisch an ein klinisches Callcenter übermittelt. Sollten einer oder mehrere dieser Werte aus dem festgelegten Rahmen fallen, wird der zuständige Arzt benachrichtigt, um umgehend entsprechende Therapiemaßnahmen einzuleiten. Dadurch können beispielsweise Krankenhauseinweisungen vermieden werden. Telehealth hilft den Patienten im Alltag, unterstützt den Arzt bei der Therapieoptimierung – und entlastet letztlich die Gesundheitssysteme, weil die Behandlung deutlich effizienter wird.

Wie stellen Sie sich die ideale Gesundheitsversorgung vor?

Ich denke, es wird zukünftig immer mehr auf das ankommen, was viele Experten als „Integrated Disease Management“ bezeichnen. Wir wollen durch unsere Produkte, unseren Service und unsere Therapien auf jeder Stufe der respiratorischen Behandlung wirklichen Mehrwert bieten: vom Wissen über ein Krankheitsbild über die Diagnose bis hin zur Behandlung der Krankheit in all ihren Aspekten. Es geht um eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Themas Erkrankung und Patient, um den gesamten Menschen. In manchen Fällen muss ein COPD-Patient beispielsweise täglich mit Sauerstoff therapiert werden; sollte sich sein Zustand aber plötzlich verschlechtern, ist gegebenenfalls ein Krankenhausaufenthalt unumgänglich, dort wird möglicherweise eine Beatmungstherapie notwendig. Anschließend wird er vielleicht in einem unserer REMEO®-Zentren – einer Versorgungseinrichtung für mechanisch beatmete Patienten – für einige Zeit betreut, bevor er wieder in sein eigenes Zuhause zurückkehren kann.

Sie begleiten Ihre Patienten also durchgängig …

Ja, das ist unser erklärtes Ziel. Sehen Sie, wir wollen die Gesamtbetreuung des Patienten nachhaltig verbessern, die Versorgungsqualität erhöhen – und gleichzeitig die Gesamtkosten reduzieren.

Ein guter Ansatz, um die Marktführerschaft im Bereich Healthcare zu festigen …

Nur so kann es gelingen. Es gilt, unsere Patienten, die Ärzte und Kostenträger tagtäglich davon zu überzeugen, dass wir eine herausragende Qualität und einen verlässlichen Service bieten, und dies zu angemessenen Kosten. Um dies dauerhaft gewährleisten zu können, entwickeln wir uns stetig weiter, in allen Geschäftseinheiten, bei jedem einzelnen Arbeitsschritt – zum Wohle des Patienten.

Reportage
Telemedizin

Am Puls der Zeit

Dr. Cristina Gomez – Business Development Manager Bereich Homecare Region Kontinental & Nordeuropa (Bild)

Dr. Cristina Gomez – Business Development Manager Homecare, Region Kontinental- & Nordeuropa

Reportage

Linde arbeitet kontinuierlich daran, den Service für Patienten mit Atemwegs- und anderen chronischen Erkrankungen weiter zu verbessern und ihnen eine umfassende und gleichzeitig komfortable medizinische Betreuung zu bieten. In mehreren Studien hat Dr. Cristina Gomez, Business Development Manager Homecare, Region Kontinental- & Nordeuropa, das Potenzial der Übermittlung medizinischer Patientendaten mittels verschiedener Informations- und Kommunikationstechnologien getestet. Die Ergebnisse sind viel versprechend.

»Durch die digitale Übermittlung der Patientenwerte konnten wir die Krankenhausaufenthalte um 60 Prozent verringern.«

Dr. Cristina Gomez

Dank des steigenden Lebensstandards und der verbesserten medizinischen Versorgung werden die Menschen weltweit immer älter. Gleichzeitig wächst allerdings auch die Zahl chronischer Erkrankungen – und damit die Belastung für die Gesundheitssysteme. Umso wichtiger ist es, eine angemessene medizinische Versorgung und entsprechende Service- und Beratungsleistungen auch außerhalb von Kliniken und Krankenhäusern, also im häuslichen Umfeld, gewährleisten zu können.

Linde verfügt in diesem Bereich – Fachbegriff: Homecare – über umfassende Kompetenzen und langjährige Erfahrung. Das Unternehmen nutzt neue Technologien und sieht in der Übermittlung und Kontrolle relevanter medizinischer Daten beispielsweise über das Internet (Telemedizin) viele Vorteile. Die Möglichkeit, in der gewohnten Umgebung zu leben, bedeutet für Patienten mit chronischen Erkrankungen wertvolle Lebensqualität. Bisher mussten sie häufig zur Kontrolle und insbesondere bei Notfällen ihren Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Einige dieser aufwendigen Untersuchungen und ungeplanten Krankenhausaufenthalte könnten zukünftig durch Telemedizin ersetzt werden.

Bei diesem Verfahren werden alle medizinisch relevanten Patientendaten durch Messgeräte via Internet oder Telefonleitung an Ärzte und geschultes Pflegepersonal übermittelt. Erklärtes Ziel ist es, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zu einem frühen Zeitpunkt zu entdecken, gegenzusteuern und damit einen stationären Klinikaufenthalt zu vermeiden. Linde hat diese Dienstleistung erstmals in Spanien erprobt: In der kürzlich durchgeführten PROMETE-Studie stellte Linde 30 Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung, um eigenständig den Blutdruck, den Spitzenfluss, die Pulsfrequenz und die Sauerstoffkonzentration im Blut messen und diese Daten elektronisch weiterleiten zu können. „Die Studie hat bewiesen, dass es sich lohnt, in diesen Bereich zu investieren“, sagt Dr. Cristina Gomez, Business Development Manager bei Linde in Madrid. „Ein umfassendes und integriertes Telemedizin-Programm trägt dazu bei, die Gesundheitskosten zu senken, ohne Abstriche in der Qualität der medizinischen Versorgung machen zu müssen.“ Für das PROMETE-Projekt hatte Linde gezielt Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ausgewählt, da das Unternehmen auf diesem Feld – insbesondere als verlässlicher Partner der Patienten während lang andauernder Sauerstofftherapien – über die größte Erfahrung verfügt. „Der Zustand von COPD-Patienten kann sich schnell verschlechtern, deshalb müssen sie oft sehr kurzfristig ins Krankenhaus eingeliefert werden“, erläutert Cristina Gomez. „Im Rahmen unserer Studie konnten wir durch die tägliche Überwachung der Vitalwerte in Echtzeit die Zahl der Krankenhausaufenthalte um 60 Prozent verringern.“ Die Zahl der Notaufnahmen sank sogar um 65 Prozent, weil die Linde Mitarbeiter bei einer Verschlechterung der Werte umgehend reagieren konnten. Per Telefon haben die Homecare-Experten dabei zunächst mit den Patienten mögliche Fehlerquellen beim Umgang mit den Geräten oder bei der Einnahme der Medikamente analysiert. Die tatsächlich klinisch relevanten Alarmmeldungen bildeten die Ausgangsbasis für eine Diagnose, auf deren Grundlage die medikamentöse Dosierung präventiv verändert oder – falls notwendig – ein Soforttermin bei einem Lungenfacharzt vereinbart wurde. Dieses zügige Vorgehen trug dazu bei, einer gravierenden Verschlechterung des Gesundheitszustands der Patienten vorzubeugen.

Im nächsten Schritt werden Cristina Gomez und ihr Team eine neue, größer angelegte Studie durchführen, an der mehr Patienten und mehr Krankenhäuser teilnehmen. Nun analysieren sie die Effizienz und die Vorteile eines integrierten Telemedizin-Programms und damit auch mögliche Einsparpotenziale im Gesundheitssektor.

Wie positiv die Patienten auf die neue Technologie reagieren, hat Cristina Gomez bei der PROMETE-Studie erlebt: „Nach einer kurzen Einführung standen die immerhin 70- bis 80-jährigen Patienten der neuen Technologie zwar noch etwas zurückhaltend gegenüber. Nach Abschluss unseres Projekts wollten sie die Ausrüstung allerdings gar nicht mehr zurückgeben.“

Gute Erfahrungen – Teilnehmer der PROMETE-Studie in Spanien ziehen ihre persönliche Bilanz.

Person1

Alfredo Arévalo Oñoro Madrid

Patient

»Ich fühlte mich so gut betreut, als wäre ein Arzt ständig in meiner Nähe gewesen. Ich wusste jederzeit genau, wie mein Gesundheitszustand war, und spürte eine große Ruhe. Ich konnte mir einfach sicher sein, dass Linde sich in kürzester Zeit gemeldet hätte, falls etwas mit meinen Werten nicht in Ordnung gewesen wäre.«

Person2

Dr. Julio Ancochea Bermúdez Madrid

Leiter der Abteilung Lungenheilkunde am Krankenhaus La Princesa

»Vor dem Hintergrund steigender Kosten im Gesundheitswesen ist es wichtig, dass chronisch kranke Patienten auch im häuslichen Umfeld betreut werden können. Telemedizin eröffnet hierzu neue Möglichkeiten. Dabei kommt es vor allem auf eine enge Zusammenarbeit zwischen dem externen Dienstleister und dem Krankenhaus-Personal an. Im Fall von Linde und unserem Team hat dies sehr gut funktioniert.«

Person3

Imma Molina Madrid

Leiterin des telefonischen Dienstes PROMETE Network bei Linde

»Ich bin mir sicher, dass Telehealth in der medizinischen Betreuung immer wichtiger werden wird. Das Programm ist einfach gut für die Patienten. Zudem trägt es dazu bei, die Gesundheitssysteme zu entlasten.«

Person4

Ana Jordán de la Campa Madrid

Produktmanagerin Homecare bei Linde

»Telemedizin verleiht allen Beteiligten mehr Sicherheit: Den Patienten, aber auch dem Pflegepersonal. Das Vertrauen in den richtigen Umgang mit der Krankheit nimmt zu, weil ein Klinikteam tagtäglich die medizinischen Daten überwacht. Die Patienten gewinnen ein Stück Selbständigkeit zurück - und haben damit wieder mehr Lebensqualität.«

Person5

Pablo Pérez Sevilla

Krankenpfleger, Abteilung Lungenheilkunde am Krankenhaus 'Virgen del Rocio'

»Durch die Übermittlung der medizinischen Patientendaten via Internet hatten wir den jeweiligen Gesundheitszustand der Patienten stets im Blick und waren in der Lage, bei jedem Einzelnen frühzeitig zu reagieren – bevor überhaupt eine kritische Situation eintreten konnte.«

Reportage
Gase als Schmerzmittel

Sanfte Geburt

Prof. Dr. Krzysztof Szymanowski – Leiter der Geburtsklinik GPSK UM Posen (Bild)

Prof. Dr. Krzysztof Szymanowski – Leiter der Geburtsklinik GPSK UM, Posen

Reportage

Schmerzen lassen sich für Patienten nicht immer vollständig vermeiden – aber lindern. Beispielsweise mit medizinischen Gasen. Sie sind einfach anzuwenden und wirken schnell, etwa bei der Geburtshilfe. Jaroslaw Fil, Produktmanager in der Global Business Unit Healthcare, hat für Linde die Markteinführung eines Lachgas-Sauerstoff-Gemischs in Polen begleitet.

»Wir vertreiben das Gasegemisch bereits in 22 Ländern.«

Sybille Petersohn,
Global Business Manager Schmerzmittel

Das Universitätskrankenhaus GPSK in Posen (Polen) ist ein geeigneter Ort, um die Vorzüge eines besonderen Gasegemischs zu erklären: Die Neugeborenenstation der Klinik ist mit jährlich 7.000 Geburten eine der größten des Landes, und genau für den Einsatz in derartigen Einrichtungen ist das Linde Produkt vorgesehen. „Das Gasegemisch besteht zu 50 Prozent aus reinem Sauerstoff und zu 50 Prozent aus Distickstoffmonoxid, also Lachgas“, erläutert Jaroslaw Fil, Produktmanager im Geschäftsbereich Healthcare. „Es ist gut verträglich, wirkt schnell und lässt sich zudem mit anderen Schmerztherapien kombinieren.“

Bogumila Pawlak ist seit mehr als 25 Jahren Hebamme in der Posener Universitätsklinik und kennt die Wünsche der werdenden Mütter. „Viele Frauen wollen die Geburt ihres Kindes bewusst erleben, gleichzeitig aber auch die damit verbundenen Schmerzen so gut wie möglich reduzieren“, sagt sie. „Das Gasegemisch von Linde hilft dabei sehr, weil es nicht nur die Schmerzen lindert, sondern zusätzlich auch einen beruhigenden Effekt hat“, ergänzt Prof. Dr. Krzysztof Szymanowski, Leiter der Geburtsklinik GPSK. Ein weiterer Vorteil: Das Medikament, das durch Inhalation aufgenommen wird, lässt sich sehr einfach anwenden. Es kann auch ohne Anästhesisten nach einer kurzen Einweisung durch eine Hebamme von den künftigen Müttern selbst dosiert werden. Ein Argument, das auch Klinikchef Tomasz Opala überzeugt hat, weil sein Fachpersonal damit entlastet ist und sich komplizierteren Eingriffen widmen kann.

Bei der Markteinführung ging es Jaroslaw Fil und seinem Team vor allem um eine gezielte Aufklärung. „Wir haben unser Produkt den Experten in den Krankenhäusern vorgestellt und die Vorteile mit ihnen diskutiert. In Geburtsvorbereitungskursen wurde das Gasegemisch den Patientinnen von Hebammen vorgestellt“, berichtet der Linde Manager. Im Blickpunkt standen dabei rund 400 Geburtskliniken in ganz Polen.

Rund 250 Kliniken beliefert Linde mit dem Gasegemisch derzeit in Polen – ein Erfolg, wie auch Sybille Petersohn, Global Business Manager Schmerzmittel, sagt: „Wir vertreiben das Gasegemisch bereits in 22 Ländern. In Polen wurde es neu eingeführt, in England ist es dagegen schon seit etwa 40 Jahren in der Geburtshilfe fest etabliert.“ Nicht in allen Ländern wird das Produkt ausschließlich in diesem Bereich eingesetzt. In Frankreich und Dänemark etwa konzentriert sich Linde auf die Anwendung zur Schmerzbehandlung bei Kindern.

Etwas ist allen Regionen gemeinsam: Die Nachfrage nach dem Lachgas-Sauerstoff-Medikament von Linde wächst. Deshalb wird das Unternehmen in Polen eine eigene Füllstation für das Produkt in Betrieb nehmen – nach Frankreich und Schweden die dritte in Europa. Damit ist Linde gut vorbereitet, um auch weiterhin eine verlässliche und effiziente Versorgung seiner Kunden gewährleisten zu können.

Geburtsklinikchef Prof. Dr. Krzysztof Szymanowski und die leitende Hebamme Bogumila Pawlak vertrauen auf die Zuverlässigkeit von Linde. (Bild)

Geburtsklinikchef Prof. Dr. Krzysztof Szymanowski und die leitende Hebamme Bogumila Pawlak vertrauen auf die Zuverlässigkeit von Linde.

Geburtsklinik (Bild)

Geburtsklinik GPSK in Posen.

Das Sauerstoff-Lachgas-Gemisch von Linde wird wegen seiner Eigenschaften auf der Geburtsstation geschätzt. (Bild)

Das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch von Linde wird wegen seiner Eigenschaften auf der Geburtsstation geschätzt. Es wird inhaliert – über ein Ventil kann die Dosierung von der werdenden Mutter individuell reguliert werden.