[14] Geschäfts- oder Firmenwerte/Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte der Linde Group entwickelten sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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Anlagenspiegel immaterielle Vermögenswerte – Anschaffungswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

Geschäfts-
oder Firmenwerte

 

Kunden­beziehungen

 

Marken­namen

 

Übrige
immaterielle Vermögens­werte

 

Gesamt

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Stand 01.01.2012 angepasst1

 

8.083

 

3.467

 

436

 

987

 

12.973

Währungsänderungen

 

−121

 

2

 

−2

 

−4

 

−125

Zugänge aufgrund von Akquisitionen

 

2.871

 

249

 

95

 

151

 

3.366

Zugänge

 

 

 

 

102

 

102

Abgänge

 

 

 

 

2

 

2

Umbuchungen

 

−1

 

1

 

 

11

 

11

Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

 

 

 

1

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31.12.2012/
01.01.2013 angepasst1

 

10.832

 

3.719

 

529

 

1.246

 

16.326

Währungsänderungen

 

−550

 

−310

 

−48

 

−63

 

−971

Zugänge aufgrund von Akquisitionen

 

122

 

19

 

 

1

 

142

Zugänge

 

 

 

 

65

 

65

Abgänge

 

3

 

12

 

 

6

 

21

Umbuchungen

 

−1

 

1

 

 

18

 

18

Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

 

 

 

 

1

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31.12.2013

 

10.400

 

3.417

 

481

 

1.262

 

15.560

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Anlagenspiegel immaterielle Vermögenswerte – Kumulierte Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

Geschäfts-
oder Firmenwerte

 

Kunden­beziehungen

 

Marken­namen

 

Übrige
immaterielle Vermögens­werte

 

Gesamt

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Stand 01.01.2012 angepasst1

 

6

 

790

 

111

 

614

 

1.521

Währungsänderungen

 

 

−3

 

−1

 

 

−4

Zugänge aufgrund von Akquisitionen

 

 

 

 

 

Abschreibungen

 

 

202

 

39

 

97

 

338

Wertminderungen

 

 

1

 

 

14

 

15

Zuschreibungen

 

 

 

 

 

Abgänge

 

 

 

 

9

 

9

Umbuchungen

 

 

 

 

−3

 

−3

Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

 

 

 

−1

 

−1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31.12.2012/
01.01.2013 angepasst1

 

6

 

990

 

149

 

712

 

1.857

Währungsänderungen

 

 

−101

 

−13

 

−36

 

−150

Zugänge aufgrund von Akquisitionen

 

 

 

 

 

Abschreibungen

 

 

243

 

27

 

116

 

386

Wertminderungen

 

 

 

 

 

Zuschreibungen

 

 

 

 

 

Abgänge

 

 

1

 

 

5

 

6

Umbuchungen

 

−1

 

1

 

 

1

 

1

Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

 

 

 

1

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31.12.2013

 

5

 

1.132

 

163

 

789

 

2.089

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettobuchwert Stand 31.12.2013

 

10.395

 

2.285

 

318

 

473

 

13.471

Nettobuchwert Stand 31.12.2012 angepasst1

 

10.826

 

2.729

 

380

 

534

 

14.469

In der Bilanz zum 31. Dezember 2013 ist insgesamt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 10,395 Mrd. EUR (Vj. 10,826 Mrd. EUR) erfasst. Davon entfallen 4,489 Mrd. EUR auf die Akquisition der BOC Group im Geschäftsjahr 2006, auf die Akquisition von Lincare im vergangenen Geschäftsjahr entfallen 2,350 Mrd. EUR sowie 2,149 Mrd. EUR auf den Erwerb der AGA-Gruppe im Jahr 1999. Auf die Erwerbsvorgänge des Geschäftsjahres 2013 entfällt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 120 Mio. EUR und 1,087 Mrd. EUR auf übrige Akquisitionen vergangener Geschäftsjahre. Darüber hinaus resultierte aus der Anwendung von IFRS 10 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 200 Mio. EUR. In den Erwerbsvorgängen des Jahres 2013 ist ein Zugang zum Goodwill in Höhe von 46 Mio. EUR für die Akquisition von Calea berücksichtigt.

Die Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der im Geschäftsjahr 2012 vollzogenen Lincare-Transaktion auf die betroffenen zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurde innerhalb des Zwölf-Monats-Zeitraums nach dem Erwerbszeitpunkt abgeschlossen. Die Aufteilung erfolgte nach Maßgabe der erwarteten Synergien auf das Gasegeschäft in den Regional Business Units. Von dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2,350 Mrd. EUR entfallen 343 Mio. EUR auf die Region Kontinental- & Nordeuropa sowie 18 Mio. EUR auf die Region Afrika & UK. Der verbleibende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts entfällt auf die Region Nordamerika. Die Kaufpreisallokation sowie die Allokation des Geschäfts- oder Firmenwerts wurden damit im Berichtszeitraum abgeschlossen.

Insgesamt beträgt der Buchwert der im Rahmen von Akquisitionen erworbenen Markenrechte zum Bilanzstichtag 318 Mio. EUR. Die im Zuge der BOC-Akquisition und sonstiger Akquisitionen erworbenen Unternehmensmarken werden seit dem Geschäftsjahr 2011 als Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer qualifiziert, da mit einem langfristigen Rebranding-Programm für die entsprechenden Marken begonnen wurde. Diese Markennamen werden linear über zwölf Jahre abgeschrieben und ihr Buchwert beträgt zum 31. Dezember 2013 229 Mio. EUR (Vj. 287 Mio. EUR).

Die im Rahmen der Lincare-Akquisition erworbenen Marken haben eine unbestimmte Nutzungsdauer und sind Bestandteil der Region Nordamerika. Sie wurden im Berichtsjahr einem Werthaltigkeitsstest unterzogen, bei dem ein Vorsteuerzinssatz von 10,9 Prozent und ein Wachstum in der ewigen Rente von 1,0 Prozent unterstellt wurden. Der Buchwert zum 31. Dezember 2013 beträgt 89 Mio. EUR.

Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 386 Mio. EUR sind innerhalb der Funktionskosten zum größten Teil in den Vertriebskosten ausgewiesen.

In den übrigen immateriellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Softwarelösungen bilanziert. Im Zusammenhang mit der Eigenentwicklung selbst genutzter Softwarelösungen im SAP-Umfeld sind im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 9 Mio. EUR zugegangen (Vj. 10 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden weitere Entwicklungskosten für selbst erstellte vertriebsbezogene Softwareanwendungen in Höhe von 2 Mio. EUR kapitalisiert (Vj. 7 Mio. EUR). Die betroffenen Vermögenswerte befinden sich zum Abschlussstichtag noch in Entwicklung und werden entsprechend noch nicht abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 30. September 2013 einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Hierbei ergaben sich keine Wertminderungen. Auch eine erneute Prüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31. Dezember 2013 auf Grund der Bonitätsverschlechterung einiger Länder ergab keine Wertminderung.

Der erzielbare Betrag wurde unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Bei der Bestimmung des Nutzungswertes kam ein Discounted Cash Flow-Verfahren zur Anwendung. Dem Discounted Cash Flow-Verfahren lagen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Als Grundlage für die Ableitung der Cash Flows diente eine Fünfjahres-Detailplanung. Die im Detailplanungszeitraum unterstellten Wachstumsraten orientierten sich an den aktuellsten Schätzungen internationaler Wirtschaftsforschungsinstitute (Quelle: The Economist Intelligence Unit Ltd.) hinsichtlich der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der jeweiligen Regional Business Units und bezogen aktuelle Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung mit ein. Für die Perioden danach wurde ein jährliches Wachstum unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsraten unterstellt, das sich an den langfristigen Inflationserwartungen orientierte und zwischen 1 und 2 Prozent lag.
  • Weiterhin wurde die Unternehmensplanung um alternative Szenarien der möglichen Entwicklung der Linde Group ergänzt und für Zwecke des Impairment Test herangezogen. Die alternativen Szenarien berücksichtigten im Wesentlichen eine Veränderung des WACC (+1 Prozentpunkt) bzw. der Wachstumsraten in der ewigen Rente (−1 Prozentpunkt). Auch bei der Verwendung dieser veränderten Parameter ergab sich keine Notwendigkeit für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes.
  • Ein Anstieg des Linde WACC um 1,5 Prozentpunkte hätte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Südamerika zu einem Nutzungswert geführt, der ihrem Buchwert entsprochen hätte. Die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten hätten bei Anwendung eines solchen Anstiegs des WACC noch eine deutliche Überdeckung des Buchwerts durch den Nutzungswert aufgewiesen.
  • Ein Absinken der operativen Ergebnismarge von Linde über alle Perioden inklusive des Ausgangspunkts für die Ableitung des Endwerts um 2,8 Prozentpunkte hätte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Südamerika zu einem Nutzungswert geführt, der ihrem Buchwert entsprochen hätte. Die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gases Division hätten bei einem solchen prozentualen Absinken des operativen Ergebnisses noch eine deutliche Überdeckung des Buchwerts durch den Nutzungswert aufgewiesen.

Als Grundlage für die Ableitung der Cash Flows diente eine Fünfjahres-Detailplanung. Die darin enthaltene Umsatzplanung wies in Abhängigkeit von der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchschnittliche jährliche Steigerungsraten von 2,4 Prozent bis 13,1 Prozent auf. Die angenommenen durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten für die operativen Ergebnisse der Regionen innerhalb der Gases Division lagen zwischen 2,6 Prozent und 17,3 Prozent. Diese Wachstumsraten wurden entsprechend dem Linde Geschäftsmodell in hohem Maß von bereits kontrahierten und in nicht unwesentlichem Umfang angearbeiteten Projekten getragen und unterlagen daher einem moderaten Prognoserisiko.

Einen Überblick über die allokierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die verwendeten Parameter gibt die folgende Tabelle:

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Angaben zur Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchwert des zugeordneten Geschäfts- oder Firmen­wertes

 

Vorsteuer-
WACC nach regionen­spezifischen Risikozu- und -abschlägen zum Testzeitpunkt

 

Nachsteuer-
WACC nach regionen­spezifischen Risikozu- und -abschlägen zum Testzeitpunkt

 

Langfristige Wachstumsrate

 

 

in Mio. €

 

in Prozent

 

in Prozent

 

in Prozent

 

 

zum
31.12.
2013

 

zum 31.12.2012
angepasst1

 

30.09.
2013

 

30.09.
2012

 

30.09.
2013

 

30.09.
2012

 

2013

 

2012

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

EMEA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RBU Afrika & UK

 

1.142

 

1.200

 

7,7

 

7,8

 

6,4

 

6,1

 

1,5

 

1,5

RBU Kontinental- & Nordeuropa

 

3.365

 

2.977

 

7,2

 

7,3

 

5,6

 

5,7

 

1,0

 

1,0

RBU Mittlerer Osten & Osteuropa

 

393

 

428

 

8,7

 

8,8

 

7,7

 

7,8

 

2,0

 

2,0

Asien/Pazifik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RBU Greater China

 

366

 

361

 

7,4

 

7,3

 

6,3

 

6,4

 

2,0

 

2,0

RBU Süd- & Ostasien

 

365

 

391

 

9,4

 

9,6

 

7,6

 

7,7

 

2,0

 

2,0

RBU Südpazifik

 

1.107

 

1.342

 

7,2

 

7,6

 

5,4

 

5,6

 

1,0

 

1,0

Amerika

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RBU Nordamerika

 

2.994

 

3.438

 

7,4

 

7,7

 

5,3

 

5,4

 

1,0

 

1,0

RBU Südamerika

 

93

 

111

 

12,8

 

12,4

 

9,6

 

9,5

 

2,0

 

2,0

Engineering Division

 

269

 

270

 

13,7

 

14,0

 

10,3

 

10,1

 

1,5

 

1,5

Sonstige Aktivitäten

 

301

 

308

 

7,4

 

8,8

 

6,2

 

7,0

 

1,5

 

1,5

Konzern

 

10.395

 

10.826