[12] Ertragsteuern

Die Ertragsteuern im Konzern setzen sich wie folgt zusammen:

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Ertragsteuern

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2013

 

2012
angepasst1

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Laufende Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

589

 

549

Periodenfremde Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

−96

 

−57

Latente Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

−129

 

−99

Gesamt

 

364

 

393

In den periodenfremden Steueraufwendungen und -erträgen sind im Berichtszeitraum laufende Steuererträge in Höhe von 163 Mio. EUR (Vj. 68 Mio. EUR) und latente Steueraufwendungen in Höhe von 67 Mio. EUR (Vj. 11 Mio. EUR) enthalten. In den periodenfremden Erträgen und Aufwendungen sind positive und negative Ergebnisauswirkungen aus Sachverhalten im Zusammenhang mit steuerlichen Außenprüfungen in verschiedenen Ländern enthalten. Vom Gesamtbestand der latenten Steuererträge entfallen 96 Mio. EUR (Vj. 60 Mio. EUR) auf die Veränderung von temporären Differenzen.

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 364 Mio. EUR ist um 127 Mio. EUR niedriger als der erwartete Ertragsteueraufwand in Höhe von 491 Mio. EUR, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns ergeben würde. Erfolgsneutral erfasste Steuereffekte sind im Detail unter Ziffer [22] dargestellt.

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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Erwarteter und ausgewiesener Ertragsteueraufwand

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2013

 

2012
angepasst1

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Ergebnis vor Steuern

 

1.794

 

1.734

Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der Linde AG (in %)

 

27,4

 

27,4

Erwarteter Ertragsteueraufwand

 

491

 

475

Steuersatzunterschiede Ausland

 

−43

 

−42

Effekt aus assoziierten Unternehmen

 

−1

 

−3

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge

 

−71

 

−57

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

 

52

 

43

Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge

 

−96

 

−57

Effekt aus Steuersatzänderungen

 

−39

 

−33

Veränderung von anderen permanenten Differenzen

 

19

 

49

Sonstige Abweichungen

 

52

 

18

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand

 

364

 

393

Effektive Steuerbelastung (in %)

 

20,3

 

22,7

Im Geschäftsjahr 2013 beträgt der inländische Körperschaftsteuersatz 15,0 Prozent (Vj. 15,0 Prozent). Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes von 11,6 Prozent (Vj. 11,6 Prozent) sowie des Solidaritätszuschlags (0,8 Prozent wie im Vorjahr) ergibt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent). Für die Ermittlung der latenten Steuern bei inländischen Gesellschaften wird ein latenter Steuersatz von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent) angewendet.

Die Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften liegen zwischen 12,5 Prozent und 40,0 Prozent.

Temporäre Differenzen auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 176 Mio. EUR (Vj. 129 Mio. EUR) führten nicht zum Ansatz von latenten Steuern, da entweder mit einer Umkehrung der Differenzen durch Realisation (Ausschüttungen oder Veräußerung des Unternehmens) in naher Zukunft nicht zu rechnen ist oder die Gewinne keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen.

Die sonstigen Abweichungen enthalten im Berichtszeitraum einen Aufwand aus der Veränderung der Wertberichtigung in Höhe von 37 Mio. EUR (Vj. 22 Mio. EUR). Die positiven Effekte aus der Nutzung von bisher nicht berücksichtigten Steuergutschriften betrugen 3 Mio. EUR (Vj. 4 Mio. EUR), während die positiven Effekte aus der Nutzung von Verlustvorträgen, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, 2 Mio. EUR betrugen.

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Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

2012 angepasst1

in Mio. €

 

Aktive latente Steuern

 

Passive latente Steuern

 

Aktive latente Steuern

 

Passive latente Steuern

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Immaterielle Vermögenswerte

 

10

 

828

 

9

 

995

Sachanlagen

 

254

 

1.012

 

295

 

1.108

Finanzanlagen

 

90

 

155

 

80

 

159

Kurzfristige Vermögenswerte

 

492

 

759

 

484

 

619

Rückstellungen

 

225

 

164

 

333

 

258

Verbindlichkeiten

 

837

 

651

 

801

 

664

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

 

35

 

 

73

 

Saldierungen

 

−1.601

 

−1.601

 

−1.596

 

−1.596

Gesamt

 

342

 

1.968

 

479

 

2.207

Die Steuergutschriften im Berichtszeitraum beruhen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Investitionsfördermaßnahmen.

Die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern resultiert nicht ausschließlich aus erfolgswirksamen Veränderungen, sondern auch aus erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen, Währungskursänderungen bei latenten Steuern, die in einer ausländischen Währung erfasst werden, sowie Veränderungen der latenten Steuern aus dem Kauf und Verkauf von Tochterunternehmen.

Der Bestand an erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen latenten Steuern beträgt 162 Mio. EUR (Vj. 219 Mio. EUR). Davon entfallen aktive latente Steuern in Höhe von 177 Mio. EUR (Vj. 201 Mio. EUR) auf Rückstellungen und passive latente Steuern in Höhe von 15 Mio. EUR (Vj. aktive latente Steuern 18 Mio. EUR) auf kurzfristige Vermögenswerte.

Aktive latente Steuern werden wertberichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile nicht realisiert werden können. Eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern von 105 Mio. EUR (Vj. 81 Mio. EUR) wurde daher auf potenzielle Minderungen der Steuerbemessungsgrundlage in Höhe von 470 Mio. EUR (Vj. 454 Mio. EUR) gebildet, da die Nutzung der zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften (437 Mio. EUR; Vj. 431 Mio. EUR) und abzugsfähigen temporären Differenzen (33 Mio. EUR; Vj. 23 Mio. EUR) nicht wahrscheinlich ist. Vom Gesamtbetrag betreffend wertberichtigte Verlustvorträge und Steuergutschriften in Höhe von 437 Mio. EUR (Vj. 431 Mio. EUR) sind 123 Mio. EUR (Vj. 101 Mio. EUR) bis zu zehn Jahre und 314 Mio. EUR (Vj. 330 Mio. EUR) länger als zehn Jahre vortragbar.

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Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2013

 

2012
angepasst1

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Bis zu zehn Jahren vortragsfähig

 

92

 

124

Über zehn Jahre vortragsfähig

 

16

 

13

Unbegrenzt vortragsfähig

 

304

 

290

Gesamt

 

412

 

427

Die Veränderung der Verlustvorträge ist im Wesentlichen auf Verbräuche in den USA und Mexiko sowie Zugänge in Brasilien und China zurückzuführen. Darüber hinaus bestehen Verlustvorträge aus US State Tax in Höhe von 240 Mio. EUR (Vj. 230 Mio. EUR).

Ausschüttungen an Anteilseigner der Linde AG führen nicht zu ertragsteuerlichen Konsequenzen auf Ebene der Linde AG.