Umsatz, operatives Ergebnis und ROCE

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 16,655 Mrd. EUR (Vj. 15,833 Mrd. EUR) gewachsen. Die Umsatzentwicklung wurde im Laufe des Berichtszeitraums, insbesondere im zweiten Halbjahr, zunehmend von ungünstigen Währungskursveränderungen beeinflusst. Diese rein translatorischen Effekte ergeben sich aus der Umrechnung der jeweiligen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro. So haben vor allem der Australische Dollar und der US-Dollar, das Britische Pfund, der Südafrikanische Rand sowie Währungen in den aufstrebenden Volkswirtschaften gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren. Bereinigt um diese Effekte, die einem Umsatz von 656 Mio. EUR entsprechen, lag das Umsatzplus bei 9,7 Prozent. Das US-Homecare-Unternehmen Lincare, das im August 2012 von Linde übernommen worden war, hat 1,563 Mrd. EUR zum Konzernumsatz beigesteuert. Das Lincare-Geschäft ist innerhalb der Gases Division Bestandteil des berichtspflichtigen Segments Amerika und dem Produktbereich Healthcare zugeordnet.

Linde konnte seine hohe Profitabilität weiter festigen und hat das operative Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2013 um 7,6 Prozent auf 3,966 Mrd. EUR (Vj. 3,686 Mrd. EUR) verbessert. Die operative Konzernmarge erreichte 23,8 Prozent und lag somit über dem Vorjahreswert von 23,3 Prozent.

Auch bei der Entwicklung des Konzernergebnisses müssen ungünstige Währungskursveränderungen beachtet werden: Ohne diese Verschiebungen, die einem Ergebniseffekt von 148 Mio. EUR entsprechen, hätte Linde das operative Konzernergebnis um 12,1 Prozent gesteigert.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) betrug im Berichtsjahr 9,7 Prozent (Vj. 10,2 Prozent). Bei dem Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass eine Vielzahl der Großprojekte im On-site-Geschäft noch in der Errichtungsphase ist und somit daraus noch keine Ergebnisbeiträge liefern konnte. Daneben haben außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 70 Mio. EUR (Vj. 46 Mio. EUR) das EBIT und somit die Rendite auf das eingesetzte Kapital belastet. Zudem haben die Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven in Höhe von 119 Mio. EUR (Vj. 50 Mio. EUR), die im Rahmen der Kaufpreisallokationen aufgedeckt wurden, die Linde im Vorjahr für die Akquisitionen von Lincare und des kontinentaleuropäischen Homecare-Geschäfts von Air Products durchgeführt hatte, das EBIT beeinträchtigt.

Der ROCE-Wert, der um die Abschreibungen auf die im Zuge der BOC-Übernahme aufgedeckten stillen Reserven angepasst wurde, lag im Geschäftsjahr 2013 bei 10,9 Prozent (Vj. 11,9 Prozent).

Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis
Konzernumsatz und Operatives Konzernergebnis (Balkendiagramm)
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Umsatz und operatives Ergebnis nach Divisionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

2012 angepasst1

in Mio. €

 

Umsatz

 

Operatives
Ergebnis

 

Umsatz

 

Operatives
Ergebnis

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

Gases Division

 

13.971

 

3.846

 

13.214

 

3.566

Engineering Division

 

2.879

 

319

 

2.561

 

312

Sonstige Aktivitäten (einschließlich Konsolidierung)

 

−195

 

−199

 

58

 

−192

Konzern

 

16.655

 

3.966

 

15.833

 

3.686