Investitionen des Linde Konzerns

Der Investitionsentscheidungs- und -allokationsprozess erfolgt für den Linde Konzern zentralisiert. So wird jede Investition, die bestimmte Größenkriterien überschreitet, mindestens durch das verantwortliche Vorstandsmitglied oder durch ein zentrales Investmentkomitee – bestehend aus allen Vorstandsmitgliedern – freigegeben. Investitionsentscheidungen werden sorgfältig geprüft, da sie für ein projekt- und anlagenintensives Unternehmen wie Linde einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellen.

Auf dieser Grundlage hat Linde seine auf Kontinuität ausgerichtete Investitionsstrategie auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Das Unternehmen investierte erneut gezielt in die Bereiche, die Chancen auf überproportionales Wachstum bieten und dazu beitragen, die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter zu erhöhen. Dabei wurden insbesondere Investitionen in den strukturellen Wachstumsmarkt Healthcare als auch in Großprojekte getätigt, die die Produktbereiche On-site und Flüssiggase unterstützen.

Insgesamt hat Linde im Berichtsjahr 2013 Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 2,268 Mrd. EUR (Vj. 2,038 Mrd. EUR) getätigt. Gemessen am Konzernumsatz entspricht dies einer Investitionsquote von 13,6 Prozent (Vj. 12,9 Prozent). Nicht alle Investitionen wurden in den jeweiligen Geschäftsjahren als zahlungswirksam in der Kapitalflussrechnung erfasst. Im Berichtsjahr war die Summe der Auszahlungen um 106 Mio. EUR niedriger als die Investitionssumme.

Mit 2,254 Mrd. EUR (Vj. 2,005 Mrd. EUR) hat das Unternehmen den größten Teil der Investitionen abermals für den weltweiten Ausbau seines Gasegeschäfts eingesetzt. Dabei standen vorwiegend die Kundensegmente Chemie sowie Petrochemie im Blickpunkt. Die Investitionsquote in der Gases Division lag im Berichtsjahr, bezogen auf den Umsatz, bei 16,1 Prozent und hat damit das Vorjahresniveau erwartungsgemäß übertroffen (Vj. 15,2 Prozent).

Darüber hinaus hat Linde auch durch Akquisitionen und Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 191 Mio. EUR (Vj. 3,244 Mrd. EUR) seine international gute Wettbewerbsposition weiter gestärkt. Die Investitionen in konsolidierte Unternehmen betrugen im Berichtszeitraum 141 Mio. EUR (Vj. 3,149 Mrd. EUR), wovon 66 Mio. EUR den Erwerb von OCAP und Calea SAS betrafen. Beide Unternehmen sind dem Segment EMEA zugeordnet.

Die übrigen Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 50 Mio. EUR (Vj. 95 Mio. EUR) resultierten im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei Joint Ventures, Zugängen aufgrund von Asset Deals oder aus langfristigen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Diese Investitionen eingerechnet, erreichte die Gesamtsumme der Investitionen im vergangenen Geschäftsjahr 2,459 Mrd. EUR (Vj. 5,282 Mrd. EUR).

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Investitionen nach Divisionen

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2013

 

2012
angepasst1

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

2

Einschließlich Konsolidierungen.

Gases Division

 

2.254

 

2.005

Engineering Division

 

33

 

30

Sonstige Aktivitäten2

 

−19

 

3

Konzern (ohne Finanzanlagen)

 

2.268

 

2.038

Finanzanlagen

 

191

 

3.244

Konzern

 

2.459

 

5.282

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Investitionen der Gases Division nach berichtspflichtigen Segmenten (ohne Finanzanlagen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

2012 angepasst1

 

 

in Mio. €

 

in Prozent

 

in Mio. €

 

in Prozent

1

Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung neuer bzw. geänderter IFRS. Siehe Ziffer [7] im Konzernanhang.

EMEA

 

883

 

39,2

 

778

 

38,8

Asien/Pazifik

 

854

 

37,9

 

789

 

39,4

Amerika

 

517

 

22,9

 

438

 

21,8

Gases Division

 

2.254

 

100,0

 

2.005

 

100,0