Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

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Reales Bruttoinlandsprodukt (BIP)1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wachstum in Prozent

 

 

% Gewichtung

 

2009

 

2010

 

2011

 

2012

 

2013

1

Quelle: The Economist Intelligence Unit Ltd., bezogen auf Länder, in denen Linde Aktivitäten unterhält. Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der neuesten verfügbaren Daten (zum 21. Januar 2014) angepasst.

2

Bezogen auf 120 Länder der Welt.

EMEA

 

34,2

 

−4,3

 

2,6

 

2,4

 

0,4

 

0,7

Euroraum

 

19,2

 

−4,4

 

1,9

 

1,7

 

−0,6

 

−0,5

Deutschland

 

5,6

 

−5,1

 

3,9

 

3,4

 

0,9

 

0,5

Asien/Pazifik

 

19,6

 

5,1

 

8,5

 

6,5

 

5,3

 

5,5

China

 

8,9

 

9,2

 

10,4

 

9,3

 

7,7

 

7,7

Amerika

 

34,7

 

−2,6

 

3,1

 

2,3

 

2,7

 

1,9

USA

 

26,2

 

−2,8

 

2,5

 

1,8

 

2,8

 

1,7

Welt

 

100,0

 

−2,1

 

4,1

 

2,8

 

2,3

 

2,12

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Industrieproduktion (IP)1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wachstum in Prozent

 

 

2009

 

2010

 

2011

 

2012

 

2013

1

Quelle: The Economist Intelligence Unit Ltd., bezogen auf Länder, in denen Linde Aktivitäten unterhält. Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der neuesten verfügbaren Daten (zum 21. Januar 2014) angepasst.

2

Bezogen auf 120 Länder der Welt.

EMEA

 

−12,1

 

6,0

 

2,9

 

−1,5

 

−0,7

Euroraum

 

−14,7

 

6,6

 

2,7

 

−2,9

 

−0,7

Deutschland

 

−15,5

 

10,1

 

7,4

 

−0,4

 

−0,5

Asien/Pazifik

 

3,4

 

13,3

 

7,9

 

5,7

 

5,1

China

 

11,1

 

15,7

 

13,7

 

10,0

 

9,6

Amerika

 

−10,4

 

5,8

 

3,3

 

2,9

 

2,2

USA

 

−11,3

 

5,7

 

3,3

 

3,6

 

2,4

Welt

 

−9,6

 

8,2

 

3,4

 

1,3

 

1,42

Globale Konjunktur

Linde ist in mehr als 100 Ländern weltweit tätig und bietet seinen Kunden ein breit gefächertes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Sowohl die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als auch die jeweiligen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den einzelnen Regionen haben daher einen großen Einfluss auf die Geschäftslage des Konzerns. Um den Geschäftsverlauf von Linde einordnen zu können, wird im Folgenden ein Überblick über die Entwicklung der Konjunktur im Jahr 2013 gegeben.

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich im Berichtsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß den Daten des internationalen Prognoseinstituts The Economist Intelligence Unit (EIU) nur um 2,1 Prozent gestiegen (Vj. 2,3 Prozent). Dies ist die niedrigste Wachstumsrate seit der Finanzkrise. Auch die weltweite Industrieproduktion – ein wichtiger Indikator für das Geschäft von Linde – entwickelte sich im Jahr 2013 mit einem Plus von lediglich 1,4 Prozent (Vj. 1,3 Prozent) sehr verhalten.

Die globale Konjunktur wurde vor allem von den beträchtlichen Staatsdefiziten, Währungsturbulenzen und durch die in vielen Industrieländern hohe Arbeitslosigkeit belastet. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten hat sich hingegen im Berichtszeitraum im Zuge der expansiven Geldpolitik weiter verbessert.

EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika)

In der Gesamtregion EMEA ist die Wirtschaft im Jahr 2013 nur leicht um 0,7 Prozent gewachsen (Vj. 0,4 Prozent), während die Industrieproduktion um 0,7 Prozent sank (Vj. −1,5 Prozent). Die einzelnen Teilregionen haben sich erneut sehr unterschiedlich entwickelt: In Westeuropa legte die Wirtschaftsleistung minimal um 0,2 Prozent zu, nachdem sie im Jahr 2012 noch um 0,1 Prozent geschrumpft war. Die Industrieproduktion war erneut rückläufig, mit 1,2 Prozent fiel das Minus allerdings weniger stark aus als im Vorjahr (−2,3 Prozent). Unter den wichtigsten Volkswirtschaften Westeuropas konnten Deutschland und Großbritannien noch eine vergleichsweise robuste Konjunkturentwicklung verzeichnen: In Deutschland ist das BIP im Jahr 2013 um 0,5 Prozent gestiegen (Vj. 0,9 Prozent), in Großbritannien sogar um 1,8 Prozent (Vj. 0,3 Prozent). Die Industrieproduktion in Deutschland sank hingegen um 0,5 Prozent (Vj. −0,4 Prozent). In Frankreich lag die Wirtschaftsleistung nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, während sich das BIP in Italien, Spanien und Portugal im zweiten Jahr in Folge verringerte.

In Osteuropa hat sich das konjunkturelle Umfeld ebenfalls weiter abgekühlt: Nachdem die Wirtschaft hier im Jahr 2012 noch um 2,1 Prozent expandierte, konnte im Berichtszeitraum 2013 lediglich ein Plus von 1,4 Prozent erreicht werden. Vor allem bedingt durch ein deutlich schwächeres Wachstum in Russland verlor auch die Industrieproduktion in Osteuropa an Tempo und stieg nur um 0,9 Prozent (Vj. 1,5 Prozent).

Im Mittleren Osten hat die wirtschaftliche Dynamik im Jahr 2013 zwar nicht das hohe Niveau des Vorjahres (BIP-Plus: 4,9 Prozent) halten können. Mit einer Ausweitung der Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent konnte hier im Vergleich zur Entwicklung des globalen BIP dennoch ein überdurchschnittlich hohes Wachstum erzielt werden.

In den afrikanischen Volkswirtschaften setzte sich die positive Konjunkturentwicklung weiter fort. Das BIP für die afrikanischen Länder, in denen Linde tätig ist, stieg im Berichtsjahr 2013 um 4,1 Prozent (Vj. 4,3 Prozent). Allerdings gab es auch hier deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. So ist die Wirtschaft in Südafrika im Jahr 2013 nur noch um 1,9 Prozent gewachsen (Vj. 2,5 Prozent). Die Industrieproduktion schrumpfte hier sogar um 0,3 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch um 2,5 Prozent zugelegt hatte.

Asien/Pazifik

Die größte konjunkturelle Dynamik war im vergangenen Jahr abermals in der Region Asien/Pazifik zu verzeichnen. Hier hat sich das BIP um 5,5 Prozent erhöht (Vj. 5,3 Prozent), während die Industrieproduktion um 5,1 Prozent angestiegen ist (Vj. 5,7 Prozent). In China wuchs die Wirtschaft im Jahr 2013 um 7,7 Prozent – und damit genauso robust wie ein Jahr zuvor. Die Industrieproduktion in China entwickelte sich mit einem Plus von 9,6 Prozent ebenfalls weiterhin gut, konnte allerdings nicht ganz das Wachstumsniveau des Vorjahres (10,0 Prozent) erreichen. In Süd- und Ostasien stieg die Wirschaftsleistung im Jahr 2013 um 4,4 Prozent und damit stärker als im Vorjahr (3,7 Prozent). Deutlich schwächer zeigte sich hier hingegen die Industrieproduktion: Das IP erhöhte sich lediglich um 1,2 Prozent (Vj. 2,1 Prozent).

In Australien haben sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Verlauf des Jahres 2013 weiter verschlechtert. Beim BIP konnte hier nur noch ein Plus von 2,4 Prozent erzielt werden, nachdem das Wirtschaftswachstum im Vorjahr 3,6 Prozent betragen hatte. Auch die Industrieproduktion, die insbesondere durch den Bergbau geprägt wird, hat sich im Jahresvergleich abgeschwächt: Für das Gesamtjahr 2013 stand hier ein Plus von 3,2 Prozent, im Vorjahr konnte die Industrieproduktion noch um 4,8 Prozent zulegen. Dies hat auch das Klima in der verarbeitenden Industrie beeinflusst.

Amerika

In den USA entwickelte sich die Wirtschaft im Berichtsjahr 2013 nicht so stabil wie im Vorjahr. Das BIP erhöhte sich hier lediglich um 1,7 Prozent (Vj. 2,8 Prozent). Die Industrieproduktion ist mit einer Ausweitung um 2,4 Prozent ebenfalls weniger deutlich gewachsen als im Jahr 2012 (3,6 Prozent). Während sich die Situation am US-Arbeits-, -Kapital- und -Immobilienmarkt weiter verbesserte, haben vor allem die Haushaltspolitik und die langwierigen Verhandlungen um die Einhaltung der Schuldenobergrenze den Konjunkturverlauf beeinträchtigt.

In Südamerika ist die Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum mit einem BIP-Plus von 3,1 Prozent stärker gestiegen als im Vorjahr (2,6 Prozent). Die Industrieproduktion konnte ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnen, nachdem sie hier im Jahr 2012 um 0,7 Prozent gesunken war. Dennoch blieb die konjunkturelle Entwicklung in Südamerika hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere für Brasilien, Kolumbien und Venezuela hatten die Experten zu Beginn des Jahres 2013 höhere Wachstumsraten prognostiziert.