Finanzlage

Das Finanzmanagement bei Linde umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Marktpreisrisiken (z. B. Währungs- und Zinsrisiken) und Pensionsanlagen sowie von Kreditausfall- und Länderrisiken. Das weltweite Finanzmanagement wird vom Konzern-Treasury für alle Konzerngesellschaften einheitlich geführt. Nähere Informationen hierzu finden sich auf den Finanzierung und Liquiditätssicherung.

Die Kapitalstruktur des Konzerns wird nach kosten- und risikooptimierenden Gesichtspunkten gestaltet. Die Bruttofinanzschulden verringerten sich um 1,004 Mrd. EUR auf 9,577 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 10,581 Mrd. EUR). Im Berichtszeitraum konnte Linde den USD-Akquisitionskredit, der für den Erwerb von Lincare im Juli 2012 aufgenommen worden war, vollständig zurückführen. Das Unternehmen hat hierfür im zweiten Quartal 2013 erfolgreich zwei neue Anleihen platziert: eine Anleihe über 650 Mio. EUR mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Zinssatz von 2,00 Prozent sowie eine Anleihe über 500 Mio. USD mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 1,50 Prozent. Beide Anleihen wurden unter dem 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme begeben. Darüber hinaus hat Linde im dritten Quartal 2013 eine nachrangige Anleihe über 400 Mio. EUR nach der Ausübung eines Schuldnerkündigungsrechts vorzeitig getilgt.

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Bruttofinanzschulden abzüglich der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 8,229 Mrd. EUR und sind damit im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 244 Mio. EUR gesunken.

Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zu operativem Ergebnis) verbesserte sich auf 2,1 (31. Dezember 2012: 2,3) und liegt somit nach wie vor unter der definierten Obergrenze von 2,5. Auch beim sogenannten Gearing (das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) erzielte Linde mit 60,6 Prozent einen besseren Wert als im Vorjahr (31. Dezember 2012: 62,0 Prozent).

Das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt, dass die Finanzierung des Linde Konzerns weiterhin langfristig ausgerichtet ist: Von den Bruttofinanzschulden in Höhe von 9,577 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 10,581 Mrd. EUR) werden 1,161 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 1,346 Mrd. EUR) als kurzfristige und 8,416 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 9,235 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Von den langfristigen Finanzschulden haben 4,561 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 5,145 Mrd. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Den kurzfristigen Bruttofinanzschulden stehen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 170 Mio. EUR sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,178 Mrd. EUR gegenüber.

Im Juli 2013 hat Linde eine neue syndizierte Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr (vorbehaltlich der Zustimmung der Kreditgeber) abgeschlossen. Die Kreditlinie ersetzt die nicht gezogene 2,5-Mrd.-EUR-Fazilität aus dem Jahr 2010.

Die zur Verfügung stehende Liquidität betrug zum 31. Dezember 2013 somit 2,687 Mrd. EUR (31. Dezember 2012: 3,262 Mrd. EUR).