[23] Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

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Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

31.12.2014

 

31.12.2013

Rückstellungen für Pensionen

 

1.247

 

1.011

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen

 

18

 

16

Rückstellungen insgesamt

 

1.265

 

1.027

Vermögenswerte aus Pensionen

 

171

 

243

Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Linde Group sowie deren Hinterbliebene nach IAS 19 Employee Benefits gebildet.

Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen beinhalten Überbrückungsgeldzahlungen in Deutschland sowie sonstige Verpflichtungen.

Für die betriebliche Altersversorgung kann grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen differenziert werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen Rückstellungssystemen und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wesentlichen leistungsorientierten Pensionspläne der Linde Group sind im Folgenden beschrieben:

Die zugesagten Leistungen in Deutschland umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren grundsätzlich auf einer beitragsorientierten Versorgungsregelung, wobei für Dienstzeiten vor dem 1. Januar 2002 Besitzstände aus früheren, endgehaltsbezogenen Versorgungsregelungen zu berücksichtigen sind. Zusätzlich bestehen Direktzusagen durch Entgeltumwandlung in Form eines Cash Balance Plan. Die Versorgungsleistungen ergeben sich hierbei auf Basis einer Zinsgarantie sowie der Performance der korrespondierenden Kapitalanlage. Es bestehen keine Mindestfinanzierungspflichten. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind teilweise über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) ausfinanziert.

Die in UK bis zum 1. Juli 2003 zugesagten Leistungen sind dienstzeitabhängig und entgeltbezogen und umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.

Mit Wirkung zum 1. April 2011 wurden künftige inflationsabhängige Rentenerhöhungen und die Steigerungen der pensionsfähigen Bezüge der Höhe nach begrenzt.

Es bestehen gesetzliche, regulatorische und vertragliche Mindest­finanzierungspflichten. Die Pensionsverpflichtungen in UK sind zu einem hohen Grad ausfinanziert. Die leistungsorientierten Pensionspläne sind für Neuzugänge ab 1. Juli 2003 geschlossen.

Die in den USA zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die Verpflichtungen basieren auf dienstzeitabhängigen und gehaltsabhängigen Versorgungsregelungen, die im Wesentlichen als Cash Balance Plan ausgestaltet sind. Die Planteilnehmer haben ein Wahlrecht auf Einmalzahlung oder jährliche Rentenzahlungen. Es bestehen gesetzliche und regulatorische Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Die Pensionsverpflichtungen in den USA sind derzeit vollständig ausfinanziert.

Die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (versicherungs­mathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche bzw. „Defined Benefit Obligation“, DBO) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung und Invalidisierung die folgenden Prämissen eine Rolle, die von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängen, wobei für das Ausland verpflichtungsgewichtete Durchschnitte angegeben sind:

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Prämissen zur Berechnung der Pensionsrückstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

in Prozent

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

1

Angepasst.

Abzinsungsfaktor

 

2,20

 

3,70

 

3,60

 

4,65

 

1,95

 

3,35

 

3,50

 

4,00

 

4,72

 

5,37

Anwartschaftsdynamik

 

2,25

 

2,50

 

2,50

 

3,00

 

2,63

 

2,96

 

 

 

4,05

 

4,22

Rentendynamik

 

1,64

 

1,921

 

3,19

 

3,50

 

1,34

 

1,16

 

1,95

 

1,92

 

1,72

 

2,99

Die Anwartschaftsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse zeigt auf, wie sich der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung veränderte, wenn jeweils eine versicherungsmathematische Annahme (unter Beibehaltung der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen) geändert würde. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden nicht berücksichtigt.

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Sensitivitätsanalyse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verände­rung

 

Deutsch­land

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

 

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

31.12.2014

 

31.12.2013

Diskontierungszins

 

+50 bp

 

−111

 

−72

 

−336

 

−260

 

−60

 

−55

 

−25

 

−22

 

−15

 

−13

 

−547

 

−422

 

−50 bp

 

128

 

82

 

385

 

285

 

71

 

63

 

27

 

24

 

17

 

15

 

628

 

469

Anwartschaftsdynamik

 

+50 bp

 

12

 

8

 

 

 

17

 

11

 

2

 

2

 

8

 

6

 

39

 

27

 

−50 bp

 

−13

 

−9

 

 

 

−15

 

−10

 

−2

 

−2

 

−6

 

−5

 

−36

 

−26

Rentendynamik

 

+50 bp

 

74

 

56

 

316

 

228

 

61

 

51

 

 

 

4

 

6

 

455

 

341

 

−50 bp

 

−64

 

−52

 

−281

 

−212

 

−54

 

−50

 

 

 

−3

 

−5

 

−402

 

−319

Eine Veränderung der Restlebenserwartung um +1 Jahr würde bei den Pensionsplänen in Deutschland zu einem Anstieg der DBO um 5,1 Prozent führen. Die Sensitivitätsanalyse der Lebenserwartung in Deutschland basiert auf dem Pensionsbestand zum 31. Dezember 2012. Die zugrunde liegenden Annahmen haben sich zum Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.

Eine Veränderung der Restlebenserwartung um +1 Jahr würde bei den Pensionsplänen in UK zu einem Anstieg der DBO um 3,0 Prozent (Vj.: 3,0 Prozent) führen. Auf eine Sensitivitätsanalyse der Restlebenserwartung für die Pensionspläne in den USA wird verzichtet, da die Planteilnehmer in der Regel vom Wahlrecht der Einmalauszahlung Gebrauch machen.

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten „Richttafeln 2005 G“ (Generationstafeln) zugrunde gelegt. Die Pensionspläne in UK verwenden eigene Sterbetafeln und biometrische Grundlagen. Diese werden aus der tatsächlichen Erfahrung eines Pools vergleichbarer Pensionspläne ermittelt. Die zum Bilanzstichtag für die Pensionspläne in UK zugrunde gelegte durchschnittliche Restlebenserwartung beträgt bei einem 65-jährigen Pensionär 22,0 Jahre (Vj.: 22,1 Jahre), bei einer 65-jährigen Pensionärin 23,5 Jahre (Vj.: 24,1 Jahre); die künftige durchschnittliche Restlebenserwartung im Pensionsalter von 65 Jahren beträgt bei heute 45-jährigen aktiven Männern 23,8 Jahre (Vj.: 23,3 Jahre) und bei heute 45-jährigen aktiven Frauen 26,0 Jahre (Vj.: 25,2 Jahre).

Überleitung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen („Defined Benefit Obligation“) und des Planvermögens:

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Überleitung der DBO und des Planvermögens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

 

Defined Benefit Obli­gation

 

Plan­ver­mögen

Stand 01.01.2013

 

1.138

 

−425

 

3.160

 

−3.284

 

814

 

−597

 

511

 

−521

 

322

 

−306

 

5.945

 

−5.133

Dienstzeitaufwand

 

26

 

 

38

 

 

21

 

 

16

 

 

11

 

 

112

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

26

 

 

37

 

 

22

 

 

16

 

 

14

 

 

115

 

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

1

 

 

−1

 

 

 

 

−3

 

 

−3

 

Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (–)

 

39

 

−15

 

137

 

−143

 

22

 

−16

 

14

 

−14

 

15

 

−13

 

227

 

−201

Neubewertungen

 

−24

 

27

 

135

 

−49

 

−49

 

11

 

−45

 

−22

 

−19

 

−20

 

−2

 

−53

Erträge (–)/Aufwendungen (+) aus dem Planvermögen (ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge)

 

 

27

 

 

−49

 

 

11

 

 

−22

 

 

−20

 

 

−53

Versicherungsmathematische Gewinne (–) bzw. Verluste (+)

 

−24

 

 

135

 

 

−49

 

 

−45

 

 

−19

 

 

−2

 

Effekte aus Änderungen der demografischen Annahmen

 

 

 

 

 

 

 

−1

 

 

4

 

 

3

 

Effekte aus Änderungen der finanziellen Annahmen

 

−30

 

 

168

 

 

−41

 

 

−34

 

 

−28

 

 

35

 

Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen

 

6

 

 

−33

 

 

−8

 

 

−10

 

 

5

 

 

−40

 

Arbeitgeberbeiträge

 

 

−2

 

 

−54

 

 

−18

 

 

 

 

−10

 

 

−84

Arbeitnehmerbeiträge

 

10

 

−10

 

1

 

−1

 

6

 

−6

 

 

 

1

 

−1

 

18

 

−18

Gezahlte Versorgungsleistungen

 

−50

 

2

 

−116

 

116

 

−26

 

20

 

−27

 

24

 

−24

 

21

 

−243

 

183

Zahlungen für Abgeltungen

 

 

 

 

 

−82

 

73

 

 

 

−5

 

5

 

−87

 

78

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

 

 

 

−64

 

70

 

−13

 

8

 

−19

 

21

 

−45

 

50

 

−141

 

149

Veränderungen Konsolidierungskreis/ sonstige Veränderungen

 

 

 

 

3

 

9

 

−1

 

 

 

3

 

4

 

12

 

6

Stand 31.12.2013/01.01.2014

 

1.139

 

−423

 

3.291

 

−3.342

 

702

 

−526

 

450

 

−512

 

259

 

−270

 

5.841

 

−5.073

Dienstzeitaufwand

 

24

 

 

36

 

 

20

 

 

17

 

 

10

 

 

107

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

24

 

 

36

 

 

20

 

 

16

 

 

11

 

 

107

 

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

 

 

 

 

1

 

 

−1

 

 

 

Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (–)

 

42

 

−23

 

156

 

−159

 

23

 

−18

 

19

 

−21

 

14

 

−16

 

254

 

−237

Neubewertungen

 

269

 

−33

 

380

 

−160

 

177

 

−48

 

13

 

24

 

26

 

−7

 

865

 

−224

Erträge (–)/Aufwendungen (+) aus dem Planvermögen (ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge)

 

 

−33

 

 

−160

 

 

−48

 

 

24

 

 

−7

 

 

−224

Versicherungsmathematische Gewinne (–) bzw. Verluste (+)

 

269

 

 

380

 

 

177

 

 

13

 

 

26

 

 

865

 

Effekte aus Änderungen der demografischen Annahmen

 

 

 

−83

 

 

1

 

 

12

 

 

 

 

−70

 

Effekte aus Änderungen der finanziellen Annahmen

 

266

 

 

474

 

 

185

 

 

16

 

 

17

 

 

958

 

Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen

 

3

 

 

−11

 

 

−9

 

 

−15

 

 

9

 

 

−23

 

Arbeitgeberbeiträge

 

 

−302

 

 

−62

 

 

−19

 

 

−1

 

 

−7

 

 

−391

Arbeitnehmerbeiträge

 

9

 

−9

 

1

 

−1

 

5

 

−5

 

 

 

1

 

−1

 

16

 

−16

Gezahlte Versorgungsleistungen

 

−50

 

1

 

−123

 

123

 

−27

 

20

 

−26

 

23

 

−26

 

23

 

−252

 

190

Zahlungen für Abgeltungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

 

 

 

243

 

−239

 

−8

 

 

63

 

−66

 

14

 

−13

 

312

 

−318

Veränderungen Konsolidierungskreis/ sonstige Veränderungen

 

−1

 

1

 

 

2

 

2

 

−2

 

 

 

 

 

1

 

1

Stand 31.12.2014

 

1.432

 

−788

 

3.984

 

−3.838

 

894

 

−598

 

536

 

−553

 

298

 

−291

 

7.144

 

−6.068

Im Berichtszeitraum erfolgte für die deutschen leistungsorientierten Pensionspläne eine Ausfinanzierung in Höhe von 300 Mio. EUR in das bestehende Contractual Trust Arrangement (CTA). Die Dotierung wurde durch die Aufnahme einer Anleihe in gleicher Höhe finanziert. Der Anstieg des Planvermögens führte zu einer Reduzierung des Nettozinsaufwands aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Deutschland.

In den Niederlanden führte im Vorjahr eine Umgestaltung der Pensionsverpflichtungen zu einer Planabgeltung, die eine Reduktion der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 82 Mio. EUR sowie eine Reduktion des Planvermögens um 73 Mio. EUR zur Folge hatte.

In Südafrika wurden im Vorjahr Finanzierungsüberschüsse in Höhe von 5 Mio. EUR aus leistungsorientierten Pensionsplänen für die Finanzierung von beitragsorientierten Pensionsplänen verwendet.

Im Vorjahr hatte die retrospektive Anwendung neuer IFRS im übrigen Europa einen Zugang der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 7 Mio. EUR und in den übrigen Ländern in Höhe von 8 Mio. EUR zur Folge.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen der externen Versorgungsträger betrugen im Geschäftsjahr 461 Mio. EUR (Vj. 254 Mio. EUR). Sie waren somit deutlich höher als die Zinserträge aus dem Planvermögen in Höhe von 237 Mio. EUR (Vj. 201 Mio. EUR), berechnet mit dem korrespondierenden DBO-Zinssatz.

Die Arbeitgeberbeiträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 391 Mio. EUR (Vj. 84 Mio. EUR). Darin enthalten ist die Ausfinanzierung der deutschen leistungsorientierten Pensionspläne im Rahmen des bestehenden Contractual Trust Arrangement (CTA) in Höhe von 300 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2015 werden Zahlungen von Arbeitgeberbeiträgen zugunsten von Planvermögen bei externen Versorgungsträgern in Höhe von 88 Mio. EUR erwartet. Darin enthalten sind 30 Mio. EUR (2014: 30 Mio. EUR) Sonderzahlungen in UK zur mittelfristigen Schließung einer weiterhin bestehenden Deckungslücke der dortigen Pensionspläne nach lokalen Bewertungsregeln. Der entsprechende Dotierungsplan läuft noch bis März 2017 oder endet vorzeitig, sollte die Deckungslücke geschlossen sein.

Der Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche und der Nettozinsaufwand des jeweiligen Geschäftsjahres werden in jedem Geschäftsjahr auf Basis der Vorjahresnettoverpflichtung zum jeweiligen Bewertungsstichtag ermittelt.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in der Linde Group beträgt zum 31. Dezember 2014 16,4 Jahre (Vj. 15,2 Jahre).

In der Berichtsperiode wurden folgende Posten aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in der GuV erfasst:

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Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

Dienstzeitaufwand

 

24

 

26

 

36

 

38

 

20

 

21

 

17

 

16

 

10

 

11

 

107

 

112

Laufender Dienstzeitaufwand

 

24

 

26

 

36

 

37

 

20

 

22

 

16

 

16

 

11

 

14

 

107

 

115

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

 

 

 

1

 

 

−1

 

1

 

 

−1

 

−3

 

 

−3

Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (–)

 

19

 

24

 

−3

 

−6

 

5

 

6

 

−2

 

 

−2

 

2

 

17

 

26

Zinsaufwand aus DBO

 

42

 

39

 

156

 

137

 

23

 

22

 

19

 

14

 

14

 

15

 

254

 

227

Zinsertrag aus Planvermögen

 

−23

 

−15

 

−159

 

−143

 

−18

 

−16

 

−21

 

−14

 

−16

 

−13

 

−237

 

−201

Sonstige ergebniswirksame Effekte

 

 

 

2

 

3

 

 

 

 

 

1

 

 

3

 

3

Summe Nettopensionsaufwand

 

43

 

50

 

35

 

35

 

25

 

27

 

15

 

16

 

9

 

13

 

127

 

141

Zur externen Finanzierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden von der Linde Group international übliche Modelle zur Auslagerung von Pensionsvermögen eingesetzt (beispielsweise Pensionsfonds und Contractual Trust Arrangements). Über externe Versorgungsträger finanzierte Versorgungspläne bestehen im Wesentlichen in Australien, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Irland, Kanada, Neuseeland, den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz, Spanien, Südafrika und den USA.

Linde ist in einigen Ländern aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Vereinbarungen zur Einzahlung in Planvermögen verpflichtet. Diese Erhöhungen des Planvermögens können jedoch in bestimmten Ländern nicht zu dem Ansatz eines Vermögenswertes aufgrund der Vorschriften des IAS 19.64 („asset ceiling“) führen (IFRIC 14). Im Berichtszeitraum lag kein „asset ceiling“ vor.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen:

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Finanzierungsstatus der Defined Benefit Obligation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

Versicherungsmathematischer Barwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation)

 

1.432

 

1.139

 

3.984

 

3.291

 

894

 

702

 

536

 

450

 

298

 

259

 

7.144

 

5.841

davon rückstellungsfinanzierte Versorgungsansprüche

 

64

 

420

 

 

 

164

 

129

 

73

 

67

 

39

 

35

 

340

 

651

davon extern finanzierte Versorgungsansprüche

 

1.368

 

719

 

3.984

 

3.291

 

730

 

573

 

463

 

383

 

259

 

224

 

6.804

 

5.190

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

 

−788

 

−423

 

−3.838

 

−3.342

 

−598

 

−526

 

−553

 

−512

 

−291

 

−270

 

−6.068

 

−5.073

Nettoverpflichtung

 

644

 

716

 

146

 

−51

 

296

 

176

 

−17

 

−62

 

7

 

−11

 

1.076

 

768

Bilanzwert zum 31.12.

 

644

 

716

 

146

 

−51

 

296

 

176

 

−17

 

−62

 

7

 

−11

 

1.076

 

768

davon Pensionsrückstellung (+)

 

644

 

716

 

173

 

4

 

296

 

176

 

74

 

68

 

60

 

47

 

1.247

 

1.011

davon Vermögenswert (–)

 

 

 

−27

 

−55

 

 

 

−91

 

−130

 

−53

 

−58

 

−171

 

−243

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist die Linde Group verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken ist die Linde Group Währungsrisiken sowie dem Anlagerisiko aus Planvermögen ausgesetzt. Siehe Chancen- und Risikobericht.

Im Zeitablauf können Planvermögen und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen schwanken. Um solche Schwankungen auszugleichen, werden im Rahmen der Vermögensverwaltung des Planvermögens die möglichen Schwankungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen mitberücksichtigt. Im Idealfall verhalten sich das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen bei exogenen Einflussfaktoren gleichläufig, so dass ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht (sog. Liability Driven Investment). Des Weiteren führt die breit angelegte Portfoliostruktur des Planvermögens in der Linde Group zu einer Diversifizierung der Kapitalmarktrisiken.

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Portfoliostruktur des Pensionsvermögens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

UK

 

Übriges Europa

 

USA

 

Übrige Länder

 

Gesamt

in Mio. €

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

2013

 

2014

 

in %

 

2013

 

in %

Aktien

 

224

 

140

 

690

 

638

 

149

 

153

 

140

 

178

 

104

 

114

 

1.307

 

21,5

 

1.223

 

24,1

Festverzinsliche Wertpapiere

 

423

 

230

 

2.493

 

2.285

 

319

 

281

 

356

 

275

 

108

 

102

 

3.699

 

61,0

 

3.173

 

62,5

Immobilien

 

38

 

29

 

140

 

121

 

40

 

38

 

 

 

15

 

13

 

233

 

3,8

 

201

 

4,0

Versicherungen

 

 

 

 

 

52

 

45

 

 

 

16

 

14

 

68

 

1,1

 

59

 

1,2

Sonstiges

 

103

 

24

 

515

 

298

 

38

 

9

 

57

 

59

 

48

 

27

 

761

 

12,6

 

417

 

8,2

Gesamt

 

788

 

423

 

3.838

 

3.342

 

598

 

526

 

553

 

512

 

291

 

270

 

6.068

 

100,0

 

5.073

 

100,0

Das Planvermögen setzt sich im Wesentlichen aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Für Immobilien und Versicherungen liegen keine notierten Marktpreise an einem aktiven Markt vor.

Finanzinstrumente, die von Gesellschaften der Linde Group emittiert wurden, sind im Planvermögen nicht in wesentlichem Umfang enthalten. Von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien sind nicht enthalten.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 186 Mio. EUR (Vj. 169 Mio. EUR). Davon entfielen auf Beiträge an staatliche Versorgungseinrichtungen im Berichtsjahr 90 Mio. EUR (Vj. 84 Mio. EUR).