[12] Ertragsteuern

Die Ertragsteuern im Konzern setzen sich wie folgt zusammen:

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Ertragsteuern

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2014

 

2013

Laufende Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

485

 

589

Periodenfremde Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

−53

 

−96

Latente Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

−74

 

−129

Gesamt

 

358

 

364

In den periodenfremden Steueraufwendungen und -erträgen sind im Berichtszeitraum laufende Steuererträge in Höhe von 54 Mio. EUR (Vj. 163 Mio. EUR) und latente Steueraufwendungen in Höhe von 1 Mio. EUR (Vj. 67 Mio. EUR) enthalten. In den periodenfremden Erträgen und Aufwendungen sind positive und negative Ergebnisauswirkungen aus Sachverhalten im Zusammenhang mit steuerlichen Außenprüfungen in verschiedenen Ländern enthalten. Vom Gesamtbestand der latenten Steuererträge entfallen 52 Mio. EUR (Vj. 96 Mio. EUR) auf die Veränderung von temporären Differenzen.

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 358 Mio. EUR ist um 58 Mio. EUR niedriger als der erwartete Ertragsteueraufwand in Höhe von 416 Mio. EUR, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns ergeben würde. Erfolgsneutral erfasste Steuereffekte sind im Detail unter Ziffer [22] dargestellt.

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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Erwarteter und ausgewiesener Ertragsteueraufwand

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2014

 

2013

Ergebnis vor Steuern

 

1.520

 

1.794

Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der Linde AG (in %)

 

27,4

 

27,4

Erwarteter Ertragsteueraufwand

 

416

 

491

Steuersatzunterschiede Ausland

 

−28

 

−43

Effekt aus assoziierten Unternehmen

 

−6

 

−1

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge

 

−98

 

−71

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

 

65

 

52

Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge

 

−53

 

−96

Effekt aus Steuersatzänderungen

 

3

 

−39

Veränderung von anderen permanenten Differenzen

 

−15

 

19

Sonstige Abweichungen

 

74

 

52

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand

 

358

 

364

Effektive Steuerbelastung (in %)

 

23,6

 

20,3

Im Geschäftsjahr 2014 beträgt der inländische Körperschaftsteuersatz 15,0 Prozent (Vj. 15,0 Prozent). Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes von 11,6 Prozent (Vj. 11,6 Prozent) sowie des Solidaritätszuschlags (0,8 Prozent wie im Vorjahr) ergibt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent). Auch für die Ermittlung der latenten Steuern bei inländischen Gesellschaften wird dieser Steuersatz von 27,4 Prozent (Vj. 27,4 Prozent) angewendet.

Die Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften liegen zwischen 12,5 Prozent und 40,0 Prozent.

Temporäre Differenzen auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 178 Mio. EUR (Vj. 176 Mio. EUR) führten nicht zum Ansatz von latenten Steuern, da entweder mit einer Umkehrung der Differenzen durch Realisation (Ausschüttungen oder Veräußerung des Unternehmens) in naher Zukunft nicht zu rechnen ist oder die Gewinne keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen.

Die sonstigen Abweichungen enthalten im Berichtszeitraum einen Aufwand aus der Veränderung der Wertberichtigung in Höhe von 84 Mio. EUR (Vj. 37 Mio. EUR). Die positiven Effekte aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern auf bisher nicht berücksichtigte Verlustvorträge und temporäre Differenzen betragen 13 Mio. EUR. Die positiven Effekte aus der Nutzung von bisher nicht berücksichtigten Steuergutschriften betrugen im Vorjahr 3 Mio. EUR, während die positiven Effekte aus der Nutzung von Verlustvorträgen, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, im Vorjahr 2 Mio. EUR betrugen.

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Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

in Mio. €

 

Aktive latente Steuern

 

Passive latente Steuern

 

Aktive latente Steuern

 

Passive latente Steuern

Immaterielle Vermögenswerte

 

8

 

820

 

10

 

828

Sachanlagen

 

256

 

1.080

 

254

 

1.012

Finanzanlagen

 

90

 

160

 

90

 

155

Kurzfristige Vermögenswerte

 

507

 

963

 

492

 

759

Rückstellungen

 

357

 

143

 

225

 

164

Verbindlichkeiten

 

959

 

493

 

837

 

651

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

 

62

 

 

35

 

Saldierungen

 

−1.933

 

−1.933

 

−1.601

 

−1.601

Gesamt

 

306

 

1.726

 

342

 

1.968

Die Steuergutschriften im Berichtszeitraum beruhen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Investitionsfördermaßnahmen.

Die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern resultiert nicht ausschließlich aus erfolgswirksamen Veränderungen, sondern auch aus erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen, Währungskursänderungen bei latenten Steuern, die in einer ausländischen Währung erfasst werden, sowie Veränderungen der latenten Steuern aus dem Kauf und Verkauf von Tochterunternehmen.

Der Bestand an erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen latenten Steuern beträgt 408 Mio. EUR (Vj. 162 Mio. EUR). Davon entfallen aktive latente Steuern in Höhe von 350 Mio. EUR (Vj. 177 Mio. EUR) auf Rückstellungen und aktive latente Steuern in Höhe von 58 Mio. EUR (Vj. passive latente Steuern 15 Mio. EUR) auf kurzfristige Vermögenswerte.

Aktive latente Steuern werden wertberichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile nicht realisiert werden können. Eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern von 208 Mio. EUR (Vj. 105 Mio. EUR) wurde daher auf potenzielle Minderungen der Steuerbemessungsgrundlage in Höhe von 866 Mio. EUR (Vj. 470 Mio. EUR) gebildet, da die Nutzung der zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften (708 Mio. EUR; Vj. 437 Mio. EUR) und abzugsfähigen temporären Differenzen (158 Mio. EUR; Vj. 33 Mio. EUR) nicht wahrscheinlich ist. Vom Gesamtbetrag betreffend wertberichtigte Verlustvorträge und Steuergutschriften in Höhe von 708 Mio. EUR (Vj. 437 Mio. EUR) sind 182 Mio. EUR (Vj. 123 Mio. EUR) bis zu zehn Jahre und 526 Mio. EUR (Vj. 314 Mio. EUR) länger als zehn Jahre vortragbar.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften (62 Mio. EUR; Vj. 35 Mio. EUR) werden im Wesentlichen aufgrund von geplanten steuerlichen Gewinnen angesetzt.

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Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2014

 

2013

1

Angepasst.

Bis zu zehn Jahren vortragsfähig

 

203

 

92

Über zehn Jahre vortragsfähig

 

3

 

16

Unbegrenzt vortragsfähig

 

508

 

3631

Gesamt

 

714

 

471

Die Veränderung der Verlustvorträge ist im Wesentlichen auf Zugänge in Brasilien, Russland, Saudi-Arabien und China zurückzuführen. Darüber hinaus bestehen Verlustvorträge aus US State Tax in Höhe von 289 Mio. EUR (Vj. 240 Mio. EUR).

Ausschüttungen an Anteilseigner der Linde AG führen nicht zu ertragsteuerlichen Konsequenzen auf Ebene der Linde AG.