[2] Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Akquisitionsmethode („acquisition method“) durchgeführt. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Anschaffungsnebenkosten werden zu dem Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der nach Kaufpreisallokation verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und anteiligem neubewerteten Eigenkapital wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile nach dem Wertanpassungszeitraum von einem Jahr, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen wurden, werden erfolgswirksam erfasst. Bei Linde erfolgte die Bewertung nicht beherrschender Anteile bisher ausnahmslos zum entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital bei Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, die aus konzerninternen Lieferungen von langfristigen Vermögenswerten und Vorratsvermögen stammen, werden eliminiert.

Die Bewertung nach der Equity-Methode erfolgt analog den Grundsätzen der Konsolidierung von Tochterunternehmen.