[28] Aktienoptionsprogramme

Linde Performance Share Programme 2012

Die Hauptversammlung der Linde AG vom 4. Mai 2012 hat die Einführung eines Performance Share Programme für Führungskräfte (Long Term Incentive Plan 2012 – LTIP 2012) beschlossen, in dessen Rahmen über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren bis zu 4 Millionen Optionsrechte ausgegeben werden können. Zu diesem Zweck wurde das Grundkapital um bis zu 10.240.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 4 Millionen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012).

Ziel des LTIP 2012 ist es, auch weiterhin Führungskräfte der Linde AG und ihrer verbundenen Unternehmen im In- und Ausland durch eine variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter auf Aktienbasis an die Linde Group zu binden.

Die Bezugsrechte dürfen innerhalb des Ermächtigungszeitraums in jährlichen Tranchen ausgegeben werden. Jedes Optionsrecht gewährt das Recht zum Bezug von einer Aktie der Linde AG zum Ausübungspreis in Höhe des jeweiligen geringsten Ausgabepreises von derzeit 2,56 EUR je Aktie. Die Linde AG kann jederzeit bis zum Beginn des Ausübungszeitraums nach eigenem Ermessen bestimmen, dass die Optionsrechte nicht aus dem dafür vorgesehenen Bedingten Kapital erfüllt werden, sondern alternativ durch eigene Aktien der Linde AG oder durch Barausgleich. Das Linde Performance Share Programme 2012 ist als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet. Die einzelnen Tranchen dürfen jeweils binnen eines Zeitraums von 16 Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ausgegeben werden. Nach Ablauf der Wartezeit können die Bezugsrechte erstmals ausgeübt werden. Die Wartezeit beginnt mit dem festgelegten Ausgabetag und endet mit Ablauf des vierten Jahrestages nach dem Ausgabetag. Die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten ab Beendigung der jeweiligen Wartezeit (Ausübungszeitraum) erfolgen.

Erfolgsziele

Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn und soweit die Erfolgsziele erreicht werden. Die Erfolgsziele für jede einzelne Tranche der Bezugsrechte bestehen in der nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen ermittelten Entwicklung (i) des Ergebnisses je Aktie und (ii) des „Relativen Total Shareholder Return“. Innerhalb jeder einzelnen Tranche der Bezugsrechte haben sowohl das Erfolgsziel „Ergebnis je Aktie“ als auch das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“ eine Gewichtung von jeweils 50 Prozent. Innerhalb jedes der vorgenannten Erfolgsziele gibt es wiederum ein Mindestziel, das erreicht sein muss, damit Bezugsrechte ausübbar werden, sowie ein Stretch-Ziel, bei dessen Erreichen sämtliche Bezugsrechte im Rahmen der Gewichtung des jeweiligen Erfolgsziels ausübbar werden.

Erfolgsziel „Ergebnis je Aktie“

Das Mindestziel für das Erfolgsziel „Ergebnis je Aktie“ ist erreicht, wenn das um Sondereinflüsse bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft (Diluted Earnings Per Share) für das vor Ablauf der Wartezeit endende Geschäftsjahr gegenüber dem um Sondereinflüsse bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie für das vor Ausgabe der Bezugsrechte endende Geschäftsjahr ein jahresdurchschnittliches effektives Wachstum (Compound Average Growth Rate; CAGR) von 6 Prozent erreicht. Das Stretch-Ziel für das Erfolgsziel „Ergebnis je Aktie“ ist erreicht, wenn das um Sondereinflüsse bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft für das vor Ablauf der Wartezeit endende Geschäftsjahr gegenüber dem um Sondereinflüsse bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie für das vor Ausgabe der Bezugsrechte endende Geschäftsjahr mindestens ein jahresdurchschnittliches effektives Wachstum von 11 Prozent erreicht. Grundlage für die Ermittlung des Erfolgsziels „Ergebnis je Aktie“ ist das verwässerte um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft, das in dem geprüften Konzernjahresabschluss der Linde Group für das jeweilige Geschäftsjahr ausgewiesen ist; sofern in dem jeweiligen Geschäftsjahr keine Bereinigung um Sondereinflüsse vorgenommen wurde, ist das in dem Konzernjahresabschluss ausgewiesene verwässerte Ergebnis je Aktie maßgeblich. Sondereinflüsse sind solche Einflüsse, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und/oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft des verwässerten Ergebnisses je Aktie über die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group am Kapitalmarkt zu beeinträchtigen. Ziel der Bereinigung des verwässerten Ergebnisses je Aktie um Sondereinflüsse ist die Erhöhung der Transparenz der Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group. Wird das Mindestziel erreicht, so sind 12,5 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche ausübbar. Wird das Stretch-Ziel erreicht, so sind 50 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche, also die gesamte der Gewichtung dieses Erfolgsziels entsprechende Anzahl der Bezugsrechte, ausübbar. Wird das Mindestziel übertroffen, aber das Stretch-Ziel nicht erreicht, so wird der dem Maß des Übertreffens des Mindestziels, bezogen auf das Verhältnis zum Stretch-Ziel, entsprechende Prozentsatz sämtlicher am selben Ausgabetag ausgegebenen Bezugsrechte zwischen 12,5 Prozent und 50 Prozent ausübbar. Dabei ist von einer linearen Aufteilung auszugehen. Ergibt sich bei der Berechnung kein ganzzahliger Prozentsatz, so ist der Prozentsatz durch kaufmännische Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu runden.

Eine Erläuterung der Ermittlung des „Ergebnisses je Aktie“ ist unter Ziffer [13] ersichtlich. Das Erfolgsziel „Ergebnis je Aktie“ wird nach IFRS 2 als sogenannte marktunabhängige Leistungsbedingung qualifiziert.

Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“

Das Mindestziel für das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“ ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem Beginn des Ausübungszeitraums den Median der Werte für den Total Shareholder Return der Vergleichsgruppe (wie unten beschrieben) übertrifft. Besteht die Vergleichsgruppe aus einer geraden Anzahl von Werten, so ist der Durchschnitt der beiden in der Mitte liegenden Werte maßgeblich. Das Stretch-Ziel für das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“ ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem Beginn des Ausübungszeitraums das obere Quartil (drittes Quartil) der Werte für den Total Shareholder Return der Vergleichsgruppe mindestens erreicht. Der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft setzt sich aus dem absoluten Betrag des Kursanstiegs (bzw. Kursrückgangs) der Aktie der Gesellschaft gegenüber dem Ausgangswert einerseits und dem Betrag der je Aktie der Gesellschaft ausgeschütteten Dividenden sowie dem Wert etwaiger auf eine Aktie der Gesellschaft entfallender gesetzlicher Bezugsrechte (aufgrund von Kapitalerhöhungen) andererseits, jeweils im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem drittletzten Börsenhandelstag im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse (jeweils einschließlich) vor dem Ausübungszeitraum, zusammen. Der absolute Betrag des Kursanstiegs (bzw. Kursrückgangs) der Aktie der Gesellschaft entspricht der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse (oder eines vergleichbaren Nachfolgewertes) der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse (jeweils einschließlich) vom 62. bis zum drittletzten Börsenhandelstag vor dem Ausübungszeitraum (dem Endwert) und dem Ausgangswert. Der Ausgangswert der Aktie für die Ermittlung des Total Shareholder Return entspricht dem Durchschnitt der Schlusskurse (oder eines vergleichbaren Nachfolgewertes) der Aktie der Gesellschaft an den letzten 60 Börsenhandelstagen im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Ausgabetag der Bezugsrechte. Der Wert eines gesetzlichen Bezugsrechts entspricht für die Zwecke des LTIP 2012 dem volumengewichteten durchschnittlichen Schlussauktionskurs, zu dem die Bezugsrechte im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während des Börsenhandels der Bezugsrechte gehandelt werden. Die Vergleichsgruppe besteht aus den jeweiligen DAX-30-Unternehmen mit Ausnahme der Gesellschaft. Dabei bleiben Unternehmen, die innerhalb des für die Ermittlung des Total Shareholder Return maßgeblichen Zeitraums aus dem DAX-30 ausscheiden oder in diesen aufgenommen werden, unberücksichtigt. Bei der Ermittlung des jeweiligen Total Shareholder Return der Aktien der Vergleichsgruppe darf die Gesellschaft auf die von einem anerkannten unabhängigen Anbieter von Finanzdaten zur Verfügung gestellten Daten zurückgreifen. Werden bei einem Unternehmen der Vergleichsgruppe Aktien verschiedener Gattungen oder Aktien mit abweichenden Gewinnberechtigungen börslich gehandelt, so sind allein die für die jeweilige Ermittlung des DAX-30-Wertes zugrunde gelegten Aktien zu berücksichtigen. Wird das Mindestziel erreicht, so sind 12,5 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche ausübbar. Wird das Stretch-Ziel erreicht, so sind 50 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche, also die gesamte der Gewichtung dieses Erfolgsziels entsprechende Anzahl der Bezugsrechte, ausübbar. Wird das Mindestziel übertroffen, aber das Stretch-Ziel nicht erreicht, so wird der dem Maß des Übertreffens des Mindestziels, bezogen auf das Verhältnis zum Stretch-Ziel, entsprechende Prozentsatz sämtlicher am selben Ausgabetag ausgegebenen Bezugsrechte zwischen 12,5 Prozent und 50 Prozent ausübbar. Dabei ist von einer linearen Aufteilung auszugehen. Ergibt sich bei der Berechnung kein ganzzahliger Prozentsatz, so ist der Prozentsatz durch kaufmännische Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu runden.

Das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“ wird nach IFRS 2 als sogenannte marktabhängige Leistungsbedingung qualifiziert und ist in die Bewertung des Optionspreises einbezogen.

Gemäß IFRS 2 Share-based Payment wird der Gesamtwert der den Führungskräften jeweils gewährten Optionsrechte zu ihrem Ausgabetag mit Hilfe eines Optionspreisbewertungsmodells bestimmt. Der errechnete Gesamtwert der Optionsrechte zum Ausgabetag wird über den Zeitraum als Personalaufwand verteilt, in dem das Unternehmen die Gegenleistung des Mitarbeiters in Form seiner Arbeitsleistung erhält. Dieser Zeitraum entspricht regelmäßig der vereinbarten Sperrfrist. Die Gegenbuchung erfolgt direkt im Eigenkapital (Kapitalrücklage).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der ausstehenden Aktienoptionen in der Berichtsperiode:

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Optionen – Long Term Incentive Plan 2012

 

 

 

 

 

LTIP – Anzahl Optionsrechte

Stand zum 01.01.2013

 

406.200

gewährt

 

343.200

ausgeübt

 

verwirkt

 

15.435

verfallen

 

 

 

 

Stand zum 31.12.2013/01.01.2014

 

733.965

davon ausübbar am 31.12.2013

 

 

 

 

gewährt

 

302.199

ausgeübt

 

verwirkt

 

32.328

verfallen

 

 

 

 

Stand zum 31.12.2014

 

1.003.836

davon ausübbar am 31.12.2014

 

Die durchschnittliche Restlaufzeit des LTIP 2012 beträgt 29 Monate (Vj. 36 Monate). Der Ausübungspreis für sämtliche Tranchen des LTIP 2012 beträgt 2,56 EUR.

Die Aufwandsermittlung basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der ausgegebenen Optionsrechte, für dessen Berechnung eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wurde. Dabei sind folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt worden:

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Monte-Carlo-Simulationsmodell – LTIP 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Tranche
2012

 

2. Tranche
2013

 

3. Tranche
2014

Bewertungszeitpunkt

 

02.07.2012

 

03.06.2013

 

02.06.2014

Erwartete Volatilität der Aktie (in %)

 

22,54

 

21,08

 

19,95

Risikofreier Zinssatz (in %)

 

0,44

 

0,36

 

0,24

Erwartete Dividendenrendite (in %)

 

2,50

 

2,50

 

2,50

Ausgangswert Linde Aktie (in €)

 

120,60

 

147,85

 

154,55

Ausübungspreis (in €)

 

2,56

 

2,56

 

2,56

Anzahl der Teilnehmer

 

1.001

 

1.020

 

1.048

Die Ableitung der der Bewertung zugrunde liegenden Volatilität erfolgte auf Basis der historischen und impliziten Volatilität unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Aktienoptionen.

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Optionswerte je Ausübungshürde – LTIP 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Options­preis

 

Gewich­tung

 

Beizu­legender Zeitwert

 

Wahr­schein­lichkeit

 

Rechne­rischer Wert zum 31.12.

1. Tranche 2012

 

in €

 

in Prozent

 

in €

 

in Prozent

 

in €

Ergebnis je Aktie

 

106,74

 

50

 

53,37

 

40

 

21,35

Relativer Total Shareholder Return

 

52,31

 

50

 

26,16

 

 

 

26,16

Gesamt

 

 

 

100

 

79,53

 

 

 

47,51

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Tranche 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis je Aktie

 

131,42

 

50

 

65,71

 

40

 

26,28

Relativer Total Shareholder Return

 

67,75

 

50

 

33,88

 

 

 

33,88

Gesamt

 

 

 

100

 

99,59

 

 

 

60,16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Tranche 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis je Aktie

 

137,72

 

50

 

68,86

 

40

 

27,54

Relativer Total Shareholder Return

 

74,96

 

50

 

37,48

 

 

 

37,48

Gesamt

 

 

 

100

 

106,34

 

 

 

65,02

Die Ableitung der der Bewertung zugrunde liegenden Volatilität erfolgte auf Basis der historischen Volatilität der Linde Aktie. Bei Ermittlung der voraussichtlichen Volatilität wurden die historischen Werte der dem Ausgabetag der Optionsrechte vorangegangenen drei Jahre zugrunde gelegt. Die Wahrscheinlichkeit hinsichtlich des Erfolgsziels Ergebnis je Aktie wird bei der Berechnung der zukünftig ausübbaren Aktienoptionen berücksichtigt und wurde im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht angepasst.

Eigeninvestment, Matching Shares

Für Bezugsberechtigte ab Band fünf der Linde-internen Einstufung ist ein verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft zu Beginn einer jeden Tranche des Plans Voraussetzung für die Teilnahme an dem LTIP 2012. Die Anzahl der als Eigeninvestment zu erwerbenden Aktien wird für jeden Bezugsberechtigten durch den Aufsichtsrat festgesetzt, soweit die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft betroffen sind. Im Übrigen liegt die Zuständigkeit für die Festlegung der nötigen Anzahl an Eigeninvestmentaktien beim Vorstand der Gesellschaft. Je Aktie, die von dem Bezugsberechtigten als Eigeninvestment erworben und während der Wartezeit der Optionsrechte je Tranche gehalten wurde, wird nach Ablauf der Wartezeit unentgeltlich eine Aktie der Linde AG als Matching Share gewährt. Linde hat jedoch die Möglichkeit, anstatt der Gewährung von Matching Shares einen Barbetrag an den jeweiligen Optionsberechtigten zu zahlen. Voraussetzungen für die Gewährung von Matching Shares sind unter anderem ein fristgemäßes Eigeninvestment in Aktien der Linde AG, das unbeschränkte Halten der Aktien während der Wartezeit der korrespondierenden Tranche und, vorbehaltlich abweichender Regelung für den Fall der Beendigung des Dienst- oder Anstellungsverhältnisses des Bezugsberechtigten vor Ablauf der Wartezeit in Sonderfällen, ein ungekündigtes Dienst- oder Anstellungsverhältnis am Ende der Wartezeit. Bezugsberechtigte des Linde-internen Bands vier können ein freiwilliges Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft leisten, für das nach Maßgabe der vorstehenden Bedingungen Matching Shares gewährt werden.

Der beizulegende Zeitwert des Anspruches auf eine Matching Share der 1. Tranche (2012) beträgt 109,26 EUR. Der beizulegende Zeitwert des Anspruches auf eine Matching Share der 2. Tranche (2013) beträgt 133,95 EUR. Der beizulegende Zeitwert des Anspruches auf eine Matching Share der 3. Tranche (2014) beträgt 140,01 EUR.

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Matching Shares – Long Term Incentive Plan 2012

 

 

 

 

 

LTIP – Anzahl Matching Shares

Stand zum 01.01.2013

 

36.382

gewährt

 

29.929

verfallen

 

verwirkt

 

26

zugeteilt

 

 

 

 

Stand zum 31.12.2013/01.01.2014

 

66.285

gewährt

 

29.102

verfallen

 

verwirkt

 

3.123

zugeteilt

 

 

 

 

Stand zum 31.12.2014

 

92.264

Folgende Ergebniseffekte ergeben sich aufgrund der Berücksichtigung des Aufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung der Linde Group, die in gleicher Höhe in der Kapitalrücklage erfasst wurden:

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Personalaufwand – Long Term Incentive Plan 2012

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2014

 

2013

Gesamt

 

17

 

9

Linde Performance Share Programme 2007

Die Hauptversammlung der Linde AG vom 5. Juni 2007 hat die Einführung eines Performance Share Programme für Führungskräfte (Long Term Incentive Plan 2007 – LTIP 2007) beschlossen, in dessen Rahmen über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren bis zu 3,5 Millionen Optionsrechte ausgegeben werden können.

Ziel des LTIP 2007 ist es, das Augenmerk der Linde Führungskräfte weltweit auf aussagekräftige Gradmesser für den Erfolg von Linde zu lenken und die Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden.

Den Teilnehmern werden jeweils jährlich Optionsrechte zum Bezug von Linde Aktien mit einer Laufzeit von jeweils maximal drei Jahren, zwei Monaten und zwei Wochen gewährt. Über die Zuteilung der Optionsrechte an Mitglieder des Vorstands der Linde AG entscheidet der Aufsichtsrat. Im Übrigen bestimmt der Vorstand über die teilnehmenden Führungskräfte und die Anzahl der auszugebenden Optionsrechte. Im Jahr 2011 wurden zum letzten Mal Optionen aus diesem Programm gewährt. Im Berichtsjahr wurden das letzte Mal Optionen aus diesem Programm ausgeübt.

Jedes Optionsrecht gewährt das Recht zum Bezug von einer Aktie der Linde AG zum Ausübungspreis in Höhe des jeweiligen geringsten Ausgabepreises von derzeit 2,56 EUR je Aktie. Die Linde AG kann jederzeit bis zum Beginn des Ausübungszeitraums nach eigenem Ermessen bestimmen, dass die Optionsrechte nicht aus dem dafür vorgesehenen Bedingten Kapital erfüllt werden, sondern alternativ durch eigene Aktien der Linde AG oder durch Barausgleich. Diese Regelungen führen zu einer Flexibilität bei Ausübung der Optionsrechte. Das Linde Performance Share Programme 2007 ist als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet.

So kann etwa die Nutzung vorhandener eigener Aktien statt einer Kapitalerhöhung oder einer Barleistung wirtschaftlich sinnvoll sein. Die Entscheidung darüber, wie die Optionen im Einzelfall erfüllt werden, treffen die zuständigen Organe der Gesellschaft.

Die Ausübung der Optionsrechte ist an bestimmte Ausübungsvoraussetzungen geknüpft. Die Optionsbedingungen sehen zunächst eine Wartezeit (Sperrfrist) von drei Jahren vor, die am Ausgabetag beginnt. Die Optionsrechte können nach Ablauf der Sperrfrist innerhalb eines Zeitraums von vier Wochen ausgeübt werden, sofern die jeweilige Führungskraft zu diesem Zeitpunkt noch in einem ungekündigten Dienst- oder Anstellungsverhältnis zur Linde AG oder zu einem Konzernunternehmen steht; für Sonderfälle des vorzeitigen Ausscheidens können Ausnahmen von den vorstehenden Anforderungen festgelegt werden. Unter bestimmten Bedingungen kann sowohl der Ausübungszeitraum verkürzt werden als auch die Sperrfrist verlängert werden, jedoch darf die Laufzeit der einzelnen Tranchen einen Zeitraum von maximal drei Jahren, zwei Monaten und zwei Wochen nicht überschreiten. Im Übrigen darf die Ausübung der Optionsrechte einer Tranche nach Ablauf der Sperrfrist nur erfolgen, wenn und soweit die drei festgelegten Erfolgsziele erfüllt worden sind. Dabei ist die Erreichung der Erfolgsziele unabhängig voneinander möglich. Innerhalb der drei Erfolgsziele werden wiederum Mindestziele und Stretch-Ziele definiert, deren Erfüllung zu einer unterschiedlich hohen Anzahl ausübbarer Optionsrechte einer Tranche führt.

Erfolgsziel „Angepasstes Ergebnis je Aktie“

Eine Gewichtung von 40 Prozent entfällt auf das Erfolgsziel „Angepasstes Ergebnis je Aktie“. Das Mindestziel ist erreicht, wenn das angepasste verwässerte Ergebnis je Aktie während der Sperrfrist ein jahresdurchschnittliches effektives Wachstum (CAGR) von 7 Prozent erreicht. Das Stretch-Ziel ist bei einem CAGR von 12 Prozent erreicht. Mit Erreichung des Mindestziels werden 10 Prozent und mit Erreichung des Stretch-Ziels werden 40 Prozent der Optionsrechte einer Tranche ausübbar. Liegt das CAGR zwischen den vorgenannten Zielgrößen, so erfolgt die Ermittlung der ausübbaren Anzahl der Optionsrechte linear zwischen den vorgenannten Prozentsätzen für die Anzahl der ausübbaren Optionsrechte. Das Erfolgsziel „Angepasstes Ergebnis je Aktie“ wird nach IFRS 2 als sogenannte marktunabhängige Leistungsbedingung qualifiziert.

Erfolgsziel „Absoluter Total Shareholder Return“

Eine Gewichtung von 30 Prozent entfällt auf das Erfolgsziel „Absoluter Total Shareholder Return“. Das Mindestziel ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return innerhalb der Sperrfrist 20 Prozent des Ausgangswertes beträgt. Das Stretch-Ziel wird erreicht, wenn der Total Shareholder Return 40 Prozent beträgt. Mit Erreichung des Mindestziels werden 7,5 Prozent und mit Erreichung des Stretch-Ziels werden 30 Prozent der Optionsrechte einer Tranche ausübbar. Liegt der Total Shareholder Return zwischen den vorgenannten Zielgrößen, so erfolgt die Ermittlung der ausübbaren Anzahl der Optionsrechte linear zwischen den vorgenannten Prozentsätzen für die Anzahl der ausübbaren Optionsrechte. Der Total Shareholder Return über den Zeitraum von drei Jahren ergibt sich zum einen aus der Entwicklung des Aktienkurses der Linde AG über die Sperrfrist, die durch den Vergleich des Durchschnitts der Schlusskurse der Linde Aktie an den letzten 20 Börsenhandelstagen im Xetra-Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Ausgabetag der Optionsrechte der jeweiligen Tranche und des Durchschnitts der Schlusskurse der Linde Aktie an den letzten 20 Börsenhandelstagen im Xetra-Handelssystem vor dem drittletzten (einschließlich) Börsenhandelstag vor dem Ausübungszeitraum ermittelt wird. Der Wert des Total Shareholder Return setzt sich zum anderen aus dem Betrag der ausgeschütteten Dividenden sowie dem Wert etwaiger auf eine Aktie entfallender gesetzlicher Bezugsrechte (beispielsweise aufgrund von Kapitalerhöhungen) zusammen. Das Erfolgsziel „Absoluter Total Shareholder Return“ wird nach IFRS 2 als sogenannte marktabhängige Leistungsbedingung qualifiziert und ist in die Bewertung der Optionsrechte einbezogen.

Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“

Eine Gewichtung von 30 Prozent entfällt auf das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“. Das Mindestziel ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return der Aktie der Linde AG innerhalb der Sperrfrist den Mittelwert (Median) der Vergleichsgruppe (DAX-30) übersteigt. Das Stretch-Ziel ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return der Aktie der Linde AG innerhalb der Sperrfrist im oberen Quartil für die Vergleichsgruppe (DAX-30) liegt. Mit Erreichung des Mindestziels werden 7,5 Prozent und mit Erreichung des Stretch-Ziels werden 30 Prozent der Optionsrechte einer Tranche ausübbar. Liegt der Total Shareholder Return zwischen den vorgenannten Zielgrößen, so erfolgt die Ermittlung der ausübbaren Anzahl der Optionsrechte linear zwischen den vorgenannten Prozentsätzen für die Anzahl der ausübbaren Optionsrechte. Für die Ermittlung des Total Shareholder Return gelten die Ausführungen zum Erfolgsziel „Absoluter Total Shareholder Return“ entsprechend. Das Erfolgsziel „Relativer Total Shareholder Return“ wird nach IFRS 2 als sogenannte marktabhängige Leistungsbedingung qualifiziert und ist in die Bewertung des Optionspreises einbezogen.

Gemäß IFRS 2 Share-based Payment wird der Gesamtwert der den Führungskräften jeweils gewährten Optionsrechte zu ihrem Ausgabetag mit Hilfe eines Optionspreisbewertungsmodells bestimmt. Der errechnete Gesamtwert der Optionsrechte zum Ausgabetag wird über den Zeitraum als Personalaufwand verteilt, in dem das Unternehmen die Gegenleistung des Mitarbeiters in Form seiner Arbeitsleistung erhält. Dieser Zeitraum entspricht regelmäßig der vereinbarten Sperrfrist. Die Gegenbuchung erfolgt direkt im Eigenkapital (Kapitalrücklage).

Die ausgegebenen Optionsrechte im Rahmen des Long Term Incentive Plan 2007 entwickelten sich wie folgt:

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Optionen – Long Term Incentive Plan 2007

 

 

 

 

 

LTIP – Anzahl Optionsrechte

Stand zum 01.01.2013

 

866.591

gewährt

 

ausgeübt

 

423.536

verwirkt

 

58.045

verfallen

 

 

 

 

Stand zum 31.12.2013/01.01.2014

 

385.010

davon ausübbar am 31.12.2013

 

 

 

 

gewährt

 

ausgeübt

 

84.268

verwirkt

 

300.434

verfallen

 

308

 

 

 

Stand zum 31.12.2014

 

davon ausübbar am 31.12.2014

 

Im Berichtszeitraum wurden 84.268 Optionsrechte der Tranche 2011 ausgeübt, wodurch sich das Gezeichnete Kapital um 215.726,08 EUR (Vj. 1 Mio. EUR) erhöht hat.

Das LTIP 2007 ist im Berichtszeitraum ausgelaufen (Vj. durchschnittliche Restlaufzeit sechs Monate). Der Ausübungspreis für sämtliche Tranchen des LTIP 2007 beträgt 2,56 EUR. Der durchschnittliche Aktienkurs bei Ausübung der Optionsrechte der Tranche 2011 betrug 155,10 EUR.

Die Aufwandsermittlung basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der ausgegebenen Optionsrechte, für dessen Berechnung eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wurde. Dabei sind folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt worden:

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Monte-Carlo-Simulationsmodell – LTIP 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Tranche
2007

 

2. Tranche
2008

 

3. Tranche
2009

 

4. Tranche
2010

 

5. Tranche
2011

Bewertungszeitpunkt

 

02.08.2007

 

05.06.2008

 

20.05.2009

 

01.06.2010

 

01.06.2011

Erwartete Volatilität der Aktie (in %)

 

20,26

 

22,58

 

34,60

 

35,27

 

34,06

Risikofreier Zinssatz (in %)

 

4,31

 

4,28

 

1,88

 

0,85

 

1,89

Erwartete Dividendenrendite (in %)

 

1,90

 

1,90

 

3,10

 

2,50

 

2,50

Ausgangswert Linde Aktie (in €)

 

88,45

 

96,10

 

59,75

 

84,54

 

116,45

Ausübungspreis (in €)

 

2,56

 

2,56

 

2,56

 

2,56

 

2,56

Anzahl der Teilnehmer

 

840

 

871

 

862

 

868

 

915

Die Ableitung der der Bewertung zugrunde liegenden Volatilität erfolgte auf Basis der historischen und impliziten Volatilität unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Aktienoptionen.

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Optionswerte je Ausübungshürde – LTIP 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Options­preis

 

Gewich­tung

 

Beizu­legender Zeitwert

 

Wahr­schein­lichkeit

 

Rechne­rischer Wert zum 31.12.

1. Tranche 2007

 

in €

 

in Prozent

 

in €

 

in Prozent

 

in €

Angepasstes Ergebnis je Aktie

 

81,30

 

40

 

32,52

 

 

Absoluter Total Shareholder Return

 

36,34

 

30

 

10,90

 

 

 

10,90

Relativer Total Shareholder Return

 

43,69

 

30

 

13,11

 

 

 

13,11

Gesamt

 

 

 

100

 

56,53

 

 

 

24,01

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Tranche 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angepasstes Ergebnis je Aktie

 

88,52

 

40

 

35,41

 

94

 

33,43

Absoluter Total Shareholder Return

 

41,27

 

30

 

12,38

 

 

 

12,38

Relativer Total Shareholder Return

 

46,85

 

30

 

14,06

 

 

 

14,06

Gesamt

 

 

 

100

 

61,85

 

 

 

59,87

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Tranche 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angepasstes Ergebnis je Aktie

 

52,10

 

40

 

20,84

 

100

 

20,84

Absoluter Total Shareholder Return

 

26,38

 

30

 

7,91

 

 

 

7,91

Relativer Total Shareholder Return

 

30,93

 

30

 

9,28

 

 

 

9,28

Gesamt

 

 

 

100

 

38,03

 

 

 

38,03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Tranche 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angepasstes Ergebnis je Aktie

 

79,64

 

40

 

31,86

 

100

 

31,86

Absoluter Total Shareholder Return

 

38,85

 

30

 

11,66

 

 

 

11,66

Relativer Total Shareholder Return

 

46,78

 

30

 

14,03

 

 

 

14,03

Gesamt

 

 

 

100

 

57,55

 

 

 

57,55

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Tranche 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angepasstes Ergebnis je Aktie

 

105,72

 

40

 

42,29

 

 

Absoluter Total Shareholder Return

 

52,57

 

30

 

15,77

 

 

 

15,77

Relativer Total Shareholder Return

 

61,17

 

30

 

18,35

 

 

 

18,35

Gesamt

 

 

 

100

 

76,41

 

 

 

34,12

Die Wahrscheinlichkeit hinsichtlich des Erfolgsziels „Angepasstes Ergebnis je Aktie“ wird bei der Berechnung der zukünftig ausübbaren Aktienoptionen berücksichtigt. Im Vorjahr wurde die Wahrscheinlichkeit für die Erreichung des Erfolgsziels „Angepasstes Ergebnis je Aktie“ bezogen auf die 5. Tranche (Zuteilung im Geschäftsjahr 2011) des LTIP 2007, von 40 Prozent auf 0 Prozent angepasst. Daraus ergab sich im Vorjahr ein positiver Ergebniseffekt von 4 Mio. EUR, der innerhalb der Funktionskosten erfasst wurde. Ansonsten ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen hinsichtlich der Optionswerte je Ausübungshürde.

Die Ableitung der der Bewertung zugrunde liegenden Volatilität erfolgte auf Basis der historischen Volatilität der Linde Aktie. Bei Ermittlung der voraussichtlichen Volatilität wurden die historischen Werte der dem Ausgabetag der Optionsrechte vorangegangenen drei Jahre zugrunde gelegt.

Folgende Ergebniseffekte ergeben sich aufgrund der Berücksichtigung des Aufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung der Linde Group, die in gleicher Höhe in der Kapitalrücklage erfasst wurden:

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Personalaufwand – Long Term Incentive Plan 2007

 

 

 

 

 

in Mio. €

 

2014

 

2013

Gesamt

 

1

 

4