Umsatz, operatives Ergebnis und ROCE

Linde hat den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2014 um 2,4 Prozent auf 17,047 Mrd. EUR (Vj. 16,655 Mrd. EUR) erhöht. Die Umsatzentwicklung wurde vor allem in den ersten neun Monaten erheblich durch Währungskursveränderungen beeinträchtigt. Diese rein translatorischen Effekte ergeben sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro. Die Basis dafür sind jeweils die Jahresdurchschnittskurse. Im vierten Quartal 2014 haben sich die Währungskurse für Linde wieder günstiger entwickelt. So gewann zuletzt vor allem der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich an Wert. Auf das Gesamtjahr gerechnet belasteten die Währungskursveränderungen den Konzernumsatz jedoch um 346 Mio. EUR. Bereinigt um die Auswirkungen der Wechselkursveränderungen lag das Umsatzplus des Konzerns im Geschäftsjahr 2014 bei 4,5 Prozent.

Beim operativen Konzernergebnis erreichte Linde mit 3,920 Mrd. EUR nicht ganz den Wert des Vorjahres (3,966 Mrd. EUR). Auch hier müssen ungünstige Währungskurseffekte berücksichtigt werden: Ohne diese Verschiebungen, die das Ergebnis im Berichtszeitraum um 83 Mio. EUR belasteten, hätte das Unternehmen das operative Konzernergebnis leicht um 1,0 Prozent verbessert.

Die operative Konzernmarge lag im Berichtsjahr bei 23,0 Prozent (Vj. 23,8 Prozent). Bei der Margenentwicklung gilt es zu beachten, dass die Engineering Division im Geschäftsjahr 2014 – wie erwartet – mehr zum Konzernumsatz beigetragen hat als im Vorjahr. Das Engineering-Geschäft weist im Vergleich zu den Gaseaktivitäten eine niedrigere Marge aus.

Die um Sondereinflüsse bereinigte Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) betrug im Berichtsjahr 9,5 Prozent (Vj. 9,7 Prozent). Das um Sondereinflüsse angepasste EBIT lag mit 2,180 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (2,171 Mrd. EUR). Allerdings erhöhte sich das durchschnittliche eingesetzte Kapital deutlich um 498 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus positiven Währungskurseffekten. Hintergrund: Das eingesetzte Kapital leitet sich aus Bilanzpositionen her. Die Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro erfolgt bei Bilanzpositionen – im Gegensatz zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, die zu Durchschnittskursen umgerechnet werden – zu Stichtagskursen. Die Stichtagskurse der lokalen Währungen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 gegenüber dem Euro deutlich erholt. Diese Entwicklung führte zu einem wechselkursbedingten Anstieg der Bilanzpositionen. So ergab sich, trotz einer unveränderten Ertragsgröße, eine Erhöhung des eingesetzten Kapitals – und damit ein Rückgang des ROCE.

Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis
Konzernumsatz und Operatives Konzernergebnis (Balkendiagramm)
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Umsatz und operatives Ergebnis nach Divisionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

in Mio. €

 

Umsatz

 

Operatives Ergebnis

 

Umsatz

 

Operatives Ergebnis

Gases Division

 

13.982

 

3.835

 

13.971

 

3.846

Engineering Division

 

3.106

 

300

 

2.879

 

319

Sonstige Aktivitäten (einschließlich Konsolidierung)

 

−41

 

−215

 

−195

 

−199

Konzern

 

17.047

 

3.920

 

16.655

 

3.966