Finanzlage

Das Finanzmanagement bei Linde umfasst das Kapitalstrukturmanagement, die Finanzierung von Konzerngesellschaften, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Marktpreisrisiken (zum Beispiel Währungs- und Zinsrisiken) und Pensionsanlagen sowie von Kreditausfall- und Länderrisiken. Das weltweite Finanzmanagement wird vom Konzern-Treasury für alle Konzerngesellschaften einheitlich geführt. Nähere Informationen hierzu finden sich im Kapitel Finanzierung und Liquiditätssicherung.

Die Kapitalstruktur des Konzerns ist nach kosten- und risikooptimierenden Gesichtspunkten ausgerichtet. Die Bruttofinanzschulden sind im Berichtszeitraum um 279 Mio. EUR auf 9,856 Mrd. EUR leicht gestiegen. (31. Dezember 2013: 9,577 Mrd. EUR). Dabei ist zu berücksichtigen, dass Linde im Mai eine Anleihe in Höhe von 300 Mio. EUR begeben hat, deren Mittel für die weitere Ausfinanzierung der Pensionspläne in Deutschland eingesetzt wurden. Die Platzierung erfolgte unter dem 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme. Die zehn-jährige Anleihe ist mit einem Kupon von 1,875 Prozent ausgestattet und wurde zu 40 Basispunkten über Euro-MidSwap emittiert. Darüber hinaus hat Linde im dritten Quartal – ebenfalls unter dem 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme – zwei neue Anleihen in Höhe von jeweils 200 Mio. USD zur Refinanzierung einer im November auslaufenden 400-Mio.-USD-Anleihe begeben, die im vierten Quartal planmäßig getilgt wurde.

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Bruttofinanzschulden abzüglich der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie konnten im Berichtszeitraum um 31 Mio. EUR auf 8,198 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 8,229 Mrd. EUR) zurückgeführt werden.

Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum operativen Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) betrug zum Stichtag 2,1. Er liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres und nach wie vor unter der von Linde definierten Obergrenze von 2,5.

Das sogenannte Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) belief sich zum Stichtag auf 57,5 Prozent (31. Dezember 2013: 60,6 Prozent).

Wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt, ist die Finanzierung des Linde Konzerns weiterhin langfristig ausgerichtet. Von den Bruttofinanzschulden werden 1,294 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 1,161 Mrd. EUR) als kurzfristige Finanzschulden ausgewiesen. Von den langfristigen Finanzschulden in Höhe von 8,562 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 8,416 Mrd. EUR) haben 4,293 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 4,561 Mrd. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 521 Mio. EUR, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,137 Mrd. EUR sowie der syndizierten Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR betrug die zum Stichtag zur Verfügung stehende Liquidität 2,864 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 2,687 Mrd. EUR). Die im Juli 2013 abgeschlossene syndizierte Kreditfazilität hatte ursprünglich eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr (vorbehaltlich der Zustimmung der Kreditgeber). Im Berichtszeitraum hat Linde die Laufzeit der Fazilität erfolgreich bis 2019 verlängert. Damit verbleibt eine einjährige Verlängerungsoption.