Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage war im Berichtszeitraum stark durch Währungskurseffekte geprägt. Die Stichtagskurse der lokalen Währungen, zu denen die Bilanzpositionen ausländischer Tochtergesellschaften umgerechnet werden, haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 deutlich erholt. Diese Entwicklung führte zu einem wechselkursbedingten Anstieg der Bilanzposten. Des Weiteren hat Linde im Geschäftsjahr 2014 erneut gezielt Akquisitionen und Investitionen getätigt, um den Geschäftsausbau weiter voranzutreiben.

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2014 um 1,676 Mrd. EUR auf 34,425 Mrd. EUR gestiegen (31. Dezember 2013: 32,749 Mrd. EUR). Mit 80,1 Prozent bzw. 27,562 Mrd. EUR entfiel der wesentliche Teil der Bilanzsumme auf langfristige Vermögenswerte. Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte bildeten der Geschäfts- oder Firmenwert mit 11,055 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 10,395 Mrd. EUR) sowie die Sachanlagen mit 12,151 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 11,384 Mrd. EUR) die größten Posten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert lag im Berichtszeitraum um 660 Mio. EUR über dem Vorjahr. Dieser Zuwachs resultierte hauptsächlich aus Währungskurseffekten. Die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen führten zu einer Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um 62 Mio. EUR.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte, bestehend aus Kundenbeziehungen, Markennamen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, sind im Berichtsjahr um 154 Mio. EUR auf 2,922 Mrd. EUR gesunken (31. Dezember 2013: 3,076 Mrd. EUR). Dies war im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 356 Mio. EUR zurückzuführen; der Rückgang wurde durch positive Währungskurseffekte teilweise ausgeglichen.

Die Sachanlagen erhöhten sich um 767 Mio. EUR von 11,384 Mrd. EUR auf 12,151 Mrd. EUR. Der Anstieg aufgrund von Investitionen in Höhe von 1,898 Mrd. EUR und positiven Währungskurseffekten in Höhe von 510 Mio. EUR wurde durch planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,592 Mrd. EUR teilweise kompensiert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind – im Wesentlichen durch die positiven Ergebnisbeiträge dieser Unternehmen – im Berichtszeitraum um 26 Mio. EUR auf 240 Mio. EUR gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 272 Mio. EUR auf 3,064 Mrd. EUR (31. Dezember 2013: 2,792 Mrd. EUR). Auch hier sind positive Währungskurseffekte zu berücksichtigen.

Die kurz- und langfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich fast ausschließlich auf die gemäß IFRIC 4 als Leasing klassifizierten Gaslieferverträge beziehen, haben sich um 29 Mio. EUR auf 298 Mio. EUR verringert. Der Rückgang resultierte aus der planmäßigen Amortisierung dieser Leasingforderungen.

Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Wertpapiere – im Wesentlichen durch Zukäufe – um 351 Mio. EUR auf 521 Mio. EUR angewachsen (31. Dezember 2013: 170 Mio. EUR).

Das Eigenkapital ist um 681 Mio. EUR auf 14,267 Mrd. EUR gestiegen (31. Dezember 2013: 13,586 Mrd. EUR). Neben dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,162 Mrd. EUR hat auch die Entwicklung des sonstigen Ergebnisses zu der Erhöhung beigetragen. Hier hat sich vor allem die Veränderung von Währungskursen positiv ausgewirkt. Die Auszahlungen für Dividenden in Höhe von 645 Mio. EUR führten zu einem Rückgang des Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 41,4 Prozent (31. Dezember 2013: 41,5 Prozent).

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen lagen mit 1,265 Mrd. EUR über dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2013: 1,027 Mrd. EUR). Die Dotierung der Pensionspläne in Deutschland in Höhe von 300 Mio. EUR führte zu einem Anstieg des Planvermögens und somit zu einer Verringerung der Pensionsrückstellung. Dieser Effekt wurde jedoch durch die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen – insbesondere durch die Entwicklung der Diskontierungszinssätze – überkompensiert.

Hinsichtlich außerbilanzieller Verpflichtungen wird auf den Konzernanhang Ziffer [38] verwiesen.

Bilanzstruktur in Prozent der Bilanzsumme von 34,425 Mrd. EUR (VJ. 32,749 Mrd. EUR)
Bilanzstruktur in Prozent der Bilanzsumme von 34,425 Mrd. Eur (Vj. 32,749 Mrd. Eur) (Tortendiagramm)