Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

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Reales Bruttoinlandsprodukt (BIP)1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wachstum in Prozent

 

 

% Gewichtung3

 

2010

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

1

Quelle: The Economist Intelligence Unit Ltd., bezogen auf Länder, in denen Linde Aktivitäten unterhält. Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der neuesten verfügbaren Daten (zum 26. Januar 2015) angepasst.

2

Bezogen auf 120 Länder der Welt.

3

Die Gewichtung basiert auf dem Bruttoinlandsprodukt 2014.

EMEA

 

33,2

 

2,6

 

2,4

 

0,4

 

0,7

 

1,5

Euroraum

 

17,4

 

2,0

 

1,7

 

−0,7

 

−0,4

 

0,8

Deutschland

 

5,0

 

3,9

 

3,7

 

0,6

 

0,2

 

1,5

Asien/Pazifik

 

24,9

 

8,5

 

6,5

 

5,5

 

5,5

 

5,6

China

 

13,5

 

10,4

 

9,3

 

7,7

 

7,7

 

7,3

Amerika

 

32,4

 

3,2

 

2,2

 

2,4

 

2,3

 

2,1

USA

 

22,7

 

2,5

 

1,6

 

2,3

 

2,2

 

2,3

Welt

 

100,0

 

4,1

 

2,8

 

2,2

 

2,3

 

2,52

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Industrieproduktion (IP)1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wachstum in Prozent

 

 

2010

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

1

Quelle: The Economist Intelligence Unit Ltd., bezogen auf Länder, in denen Linde Aktivitäten unterhält. Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der neuesten verfügbaren Daten (zum 26.01.2015) angepasst.

2

Bezogen auf 120 Länder der Welt.

EMEA

 

6,2

 

3,1

 

−1,4

 

−0,3

 

1,4

Euroraum

 

6,5

 

2,8

 

−2,8

 

−0,8

 

0,7

Deutschland

 

10,1

 

7,3

 

−0,4

 

0,1

 

1,5

Asien/Pazifik

 

12,5

 

9,5

 

7,4

 

5,5

 

5,5

China

 

13,5

 

12,8

 

10,3

 

9,7

 

8,4

Amerika

 

5,7

 

3,3

 

3,1

 

2,5

 

3,0

USA

 

5,7

 

3,3

 

3,8

 

2,9

 

3,9

Welt

 

7,9

 

3,4

 

1,5

 

1,5

 

2,62

Globale Konjunktur

Linde ist in mehr als 100 Ländern weltweit tätig und bietet seinen Kunden ein breit gefächertes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Sowohl die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als auch die jeweiligen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den einzelnen Regionen haben daher einen großen Einfluss auf die Geschäftslage des Konzerns. Um den Geschäftsverlauf von Linde einordnen zu können, wird im Folgenden ein Überblick über die Entwicklung der Konjunktur im Jahr 2014 gegeben.

Gemäß den Daten des internationalen Prognoseinstituts The Economist Intelligence Unit (EIU) ist die Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2014 kaum stärker gewachsen als im Vorjahr: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 2,5 Prozent gestiegen (Vj. 2,3 Prozent), und bei der weltweiten Industrieproduktion (IP) – ein wichtiger Indikator für das Geschäft von Linde – war ein Plus von 2,6 Prozent (Vj. 1,5 Prozent) zu verzeichnen. Damit hat sich die globale Konjunktur weniger dynamisch entwickelt, als dies zu Beginn des Jahres 2014 erwartet worden war. Damals hatten die Wirtschaftsforscher noch mit einem BIP-Zuwachs um 2,9 Prozent und einer IP-Erhöhung um 3,3 Prozent gerechnet.

Die weltweite Konjunktur wurde im Jahresverlauf vor allem von einer Zunahme geopolitischer Spannungen belastet. Zudem haben sich die nach wie vor beträchtlichen Staatsdefizite, Währungsturbulenzen und die in vielen Industrieländern unverändert hohe Arbeitslosigkeit bremsend ausgewirkt. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten war von einer hohen Volatilität geprägt.

EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika)

In der Gesamtregion EMEA ist die Wirtschaft im Jahr 2014 um 1,5 Prozent gewachsen (Vj. 0,7 Prozent); die Industrieproduktion stieg um 1,4 Prozent, nachdem sie im Jahr 2013 noch um 0,3 Prozent gefallen war. Auch diese Werte blieben hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Die einzelnen Teilregionen der Gesamtregion EMEA haben sich erneut sehr unterschiedlich entwickelt: In Westeuropa legte die Wirtschaftsleistung moderat um 1,2 Prozent zu (Vj. 0,2 Prozent). Die Industrieproduktion erreichte hier im Berichtsjahr 2014 ein leichtes Plus von 1,0 Prozent – im Vorjahr war sie um 0,9 Prozent geschrumpft. Unter den wichtigsten Volkswirtschaften Westeuropas entwickelten sich Deutschland und Großbritannien vergleichsweise robust: In Deutschland ist das BIP im Jahr 2014 um 1,5 Prozent gestiegen (Vj. 0,2 Prozent), in Großbritannien sogar um 2,6 Prozent (Vj. 1,7 Prozent). In Spanien und in Portugal ist die Wirtschaft nach Jahren der Rezession im vergangenen Jahr erstmals wieder leicht gewachsen, während das BIP in Italien zum dritten Mal in Folge rückläufig war. Frankreich erzielte lediglich ein leichtes Plus.

In Osteuropa hat sich das konjunkturelle Umfeld weiter abgekühlt: Nachdem die Wirtschaft hier im Jahr 2013 um 1,6 Prozent expandierte, konnte im Berichtszeitraum 2014 – vor allem bedingt durch die Konjunkturschwäche in Russland – nur noch ein Zuwachs um 1,4 Prozent erreicht werden. Die Industrieproduktion in Osteuropa gewann hingegen etwas an Tempo und stieg um 2,1 Prozent (Vj. 1,1 Prozent). Diese Entwicklung wurde insbesondere durch positive Impulse in Polen, Tschechien und Ungarn gestützt.

Im Mittleren Osten blieb die wirtschaftliche Dynamik im Jahr 2014 unverändert hoch: Das BIP legte hier – wie im Vorjahr – um 4,2 Prozent zu.

In den afrikanischen Volkswirtschaften setzte sich die positive Konjunkturentwicklung weiter fort. Das BIP für die Gesamtregion Afrika stieg im Berichtsjahr 2014 um 4,1 Prozent (Vj. 3,8 Prozent). Allerdings gab es auch hier deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. So ist die Wirtschaft in Südafrika – dem für Linde bedeutendsten Land der Region – im Jahr 2014 nur noch um 1,6 Prozent gewachsen (Vj. 1,9 Prozent). Vor dem Hintergrund zahlreicher Streiks hat sich die Industrieproduktion hier lediglich um 1,0 Prozent erhöht (Vj. 1,3 Prozent).

Asien/Pazifik

Die größte konjunkturelle Dynamik war im vergangenen Jahr abermals in der Region Asien/Pazifik zu verzeichnen. Hier sind das BIP um 5,6 Prozent und die Industrieproduktion um 5,5 Prozent gewachsen. Im Vorjahr lagen die Steigerungsraten mit jeweils 5,5 Prozent ähnlich hoch.

In China hat sich die robuste Wirtschaftsentwicklung weiter fortgesetzt, wenngleich sich das Wachstumstempo im Vergleich zum Vorjahr etwas verlangsamte. Im Berichtsjahr 2014 erhöhte sich das BIP hier um 7,3 Prozent (Vj. 7,7 Prozent), während die Industrieproduktion um 8,4 Prozent (Vj. 9,7 Prozent) expandierte.

In Süd- & Ostasien stieg die Wirtschaftsleistung im Jahr 2014 um 4,8 Prozent und damit stärker als im Vorjahr (4,4 Prozent). Bei der Industrieproduktion konnte hier ein Plus von 2,6 Prozent erzielt werden (Vj. 2,2 Prozent).

In Australien haben sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2014 nicht wesentlich verbessert. Zwar wuchs das BIP um 2,9 Prozent (Vj. 2,3 Prozent), und die Industrieproduktion weitete sich um 4,1 Prozent (Vj. 3,6 Prozent) aus – allerdings wurde diese konjunkturelle Beschleunigung insbesondere durch den Bergbau gekennzeichnet, in dem die Nachfrage nach Industriegasen vergleichsweise gering ist. Die Stimmung in der verarbeitenden Industrie hat sich hingegen weiter eingetrübt.

Amerika

In den USA entwickelte sich die Wirtschaft im Berichtsjahr 2014 vergleichsweise robust. Das BIP erhöhte sich hier um 2,3 Prozent (Vj. 2,2 Prozent), während die Industrieproduktion um 3,9 Prozent (Vj. 2,9 Prozent) expandierte.

In der Region Südamerika zeigte sich das konjunkturelle Umfeld hingegen schwach. Die Wirtschaftsleistung ist hier im Berichtszeitraum lediglich um 0,7 Prozent gestiegen, nachdem im Jahr 2013 noch ein BIP-Anstieg von 3,0 Prozent erreicht werden konnte. Die Industrieproduktion war sogar rückläufig: Hier errechneten die Konjunkturforscher für 2014 ein Minus von 2,2 Prozent; im Vorjahr hatte sich das IP in Südamerika noch um 1,5 Prozent erhöht. Insbesondere in Brasilien, Argentinien, Chile und Venezuela wurde die Konjunktur von einer geringen Binnennachfrage und einem verhaltenen Exportgeschäft geprägt.